Odol-med3 Zahnpasta im Test: Inhaltsstoffe, Studien, Preis 2026
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Odol-med3 Zahnpasta im Test: Inhaltsstoffe, Studien, Preis 2026

Odol-med3 ist die gestreifte Tube für gut einen Euro, seit 1989 im Regal. Ich habe die Zutatenliste jeder Tube bei dm.de und dm.at gelesen, die sechs Studien mit PMID nachgeschlagen, die Preise in Deutschland und Österreich verglichen und die Werbeaussagen gegen das Etikett gehalten. Geschrieben vom Gründer eines Kaugummi-Herstellers, der mit Hydroxylapatit arbeitet und das offen dazusagt.

M
Max, Gründer von Minvelle
Aktualisiert September 2026 · Zuletzt geprüft: 26. September 2026
· 24 Min. Lesezeit · 🦷 Test
Kurz gesagt

Odol-med3 gehört der Haleon Germany GmbH in München, demselben Konzern wie parodontax und Sensodyne. Laut Hersteller stehen die drei Streifen für Karies, Zahnstein und Zahnfleisch. Jede Erwachsenen-Tube enthält 1450 ppm Fluorid als Natriumfluorid, die Milchzahn für Kleinkinder 1000 ppm. Kein einziges Produkt enthält Hydroxylapatit, Zinnfluorid oder Kaliumnitrat, die meisten Erwachsenen-Tuben enthalten Natriumlaurylsulfat. PubMed kennt sechs Arbeiten mit dem Namen, keine davon untersucht eine heutige Tube. Die Original kostet bei dm.de 1,25 Euro. Wenn du tagsüber nach dem Essen zusätzlich etwas für deinen Zahnschmelz tun willst, ist Minvelle ein Kaugummi mit Hydroxylapatit als Ergänzung zum Putzen, kein Ersatz für eine Zahnpasta.

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Schnellantwort

Ist Odol-med3 Zahnpasta gut? Als günstige Fluorid-Zahnpasta ja: jede Erwachsenen-Tube hat 1450 ppm Fluorid und erfüllt damit die Empfehlung der deutschen Leitlinie, und die Original kostet bei dm.de 1,25 Euro. Mehr als Fluorid steckt in der Basis-Tube allerdings nicht. Einen Wirkstoff gegen Zahnstein oder fürs Zahnfleisch nennt die Zutatenliste der Original nicht, und Stiftung Warentest vermerkt frei lesbar: kein Wirkstoff zum Zahnfleischschutz. Hydroxylapatit, Zinnfluorid oder Kaliumnitrat enthält keine Odol-med3-Tube. Die Werbung spricht mehrfach von klinisch getesteten Formeln, nennt aber keine Studie, und PubMed enthält keine Arbeit zu einer heutigen Tube. Noch günstiger ist die dm-Eigenmarke Dontodent ab 0,55 Euro für 125 ml, siehe unseren Dontodent-Test.

Hier das Wichtigste in einer Tabelle, mit Quelle und Stand in jeder Zeile, damit du alles selbst nachprüfen kannst.

Odol-med3 auf einen Blick. Zusammengestellt von Minvelle, zuletzt geprüft am 26. September 2026.

Merkmal Odol-med3 Quelle, Stand
Hersteller Haleon Germany GmbH, München, AG München HRB 226378 Impressum odol-med3.de, 26. September 2026
Seit 1989 in Deutschland, laut Hersteller die erste gestreifte Zahnpasta odol-med3.de, Historie
Zahnpasten bei dm und Müller 13 Sorten in 75 ml oder 50 ml, dazu Reisegrößen dm.de, dm.at, mueller.de, mueller.at, 26. September 2026
Fluorid 1450 ppm Natriumfluorid (Erwachsene, Junior), 1000 ppm (Milchzahn) Zutatenlisten bei dm.de und dm.at
Hydroxylapatit, Zinnfluorid, Kaliumnitrat in keiner Tube Zutatenlisten bei dm.de, dm.at und Müller
Natriumlaurylsulfat (SLS) in den meisten Erwachsenen-Tuben, nicht in Milchzahn und Juniorzahn Zutatenlisten bei dm.de und dm.at
Studien mit Odol-med3 im Titel oder Abstract 6, keine zu einer heutigen Tube PubMed, 26. September 2026
Stiftung Warentest 4 Produkte in der Datenbank, Noten hinter Bezahlschranke test.de, 26. September 2026
Preis Original 75 ml dm.de 1,25 Euro, dm.at 1,85 Euro dm.de, dm.at, 26. September 2026
Der wichtigste Befund

Odol-med3 wirbt auf mehreren Tuben mit "klinisch getestet" oder "klinisch nachgewiesen", etwa beim Gloss-Effekt der White & Shine nach sieben Tagen. Eine Studie dazu nennt weder die Produktseite bei dm noch die Herstellerseite, und in PubMed gibt es unter allen Schreibweisen des Namens genau sechs Arbeiten. Keine davon untersucht eine der Tuben, die heute im Regal liegen. Die jüngste ist von 2014 und nutzt Odol-med3 als eines von elf Vergleichsprodukten in einem Laborversuch.

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Glossar: acht Begriffe für diesen Test

Natriumfluorid

Die einfachste und am häufigsten verwendete Fluoridverbindung in Zahnpasta. Odol-med3 nutzt in jeder Tube ausschließlich Natriumfluorid, keine Aminfluoride und kein Zinnfluorid.

ppm

Parts per million, Teile pro Million. 1450 ppm Fluorid bedeuten 1,45 Gramm Fluorid pro Kilogramm Zahnpasta. Die deutsche Leitlinie empfiehlt ab den bleibenden Zähnen mindestens 1000 ppm.

Natriumlaurylsulfat (SLS)

Ein Tensid, das in Zahnpasta für den Schaum sorgt. Es steht in den meisten Erwachsenen-Tuben von Odol-med3. Manche Menschen reagieren mit gereizter Mundschleimhaut darauf.

Pentanatriumtriphosphat

Ein Phosphatsalz, das in Zahnpasten gegen Verfärbungen und Zahnstein eingesetzt wird. Bei Odol-med3 steht es in White+, White & Shine, Extreme Clean und Extreme Fresh, nicht in der Original.

Zinkchlorid

Ein Zinksalz, das in Zahnpasten meist gegen Mundgeruch eingesetzt wird. Bei Odol-med3 in Extreme Fresh, Fresh+ und All in One Rundumschutz.

Hydroxylapatit

Das Mineral, aus dem der Zahnschmelz größtenteils besteht, als Pulver in Zahnpasta. In keiner Odol-med3-Tube enthalten.

INCI

Die international einheitliche Bezeichnung der Inhaltsstoffe auf Kosmetik. Die Reihenfolge folgt der Menge, ab etwa einem Prozent ist die Reihenfolge frei.

RDA-Wert

Relative Dentin Abrasion, ein Maß dafür, wie stark eine Zahnpasta das Zahnbein abreibt. Odol-med3 nennt für keine Tube einen Wert, auch nicht für die Whitening-Sorten.

Wer steht hinter Odol-med3?

Laut Impressum auf odol-med3.de verkauft die Haleon Germany GmbH die Marke, Barthstraße 4 in 80339 München, eingetragen beim Amtsgericht München unter HRB 226378. Als Geschäftsführung nennt das Impressum Konstantinos Limnidis und Roman Wüllner. Die Seite war ohne Umweg direkt lesbar, anders als die Seiten mancher anderer Zahnpasta-Marken, die unsere Abrufe blockiert haben.

Haleon ist das frühere Verbrauchergeschäft von GSK. Unter demselben Dach laufen parodontax und Sensodyne, die wir ebenfalls geprüft haben: unser parodontax-Test und die Sensodyne-Alternativen. Der alte Konzernname taucht noch auf. Bei Öko-Test steht als Anbieter von Odol-med3 "GSK Consumer Healthcare", und eine Mundspülung bei dm.at nennt als Hersteller die GlaxoSmithKline Consumer Healthcare GmbH & Co. KG, an derselben Adresse in München.

Innerhalb des Konzerns hat Odol-med3 eine klare Rolle. parodontax zielt aufs Zahnfleisch, Sensodyne auf schmerzempfindliche Zähne, Odol-med3 ist die Alltagszahnpasta für wenig Geld. Das erklärt vieles, was du in diesem Test lesen wirst: einfache Rezepturen, sehr niedrige Preise, viele Geschmacks- und Weiß-Varianten, aber kaum eigene Forschung.

Nicht zu verwechseln ist Odol-med3 mit "Odol" ohne Zusatz. Unter diesem Namen verkauft dm ein Mundspray und ein Mundwasser. dm führt beide Linien in seinen Produktdaten als getrennte Marken. In diesem Test geht es nur um die Zahnpasten von Odol-med3; die Mundspülungen der Reihe kommen kurz im Preisteil vor.

Eine eigene Herstellerseite für Österreich habe ich nicht gefunden. Die Adresse odol-med3.at war bei meinen Abrufen nicht erreichbar, und die Länderauswahl auf der deutschen Seite nennt Österreich nicht. In Österreich kaufst du Odol-med3 also über den Handel, vor allem bei dm und Müller, und die Angaben dort sind die einzigen, die du vor dem Kauf lesen kannst.

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Was die drei Streifen versprechen

Auf der Seite zur Geschichte der Marke erklärt Haleon die Streifen wörtlich: "Dabei steht der weiße Streifen für den Schutz vor Karies, der blaue Streifen für den Schutz vor Zahnsteinbildung und der rote Streifen für gesundes Zahnfleisch." Laut derselben Seite kam Odol-med3 1989 in Deutschland auf den Markt und war "die erste gestreifte Zahnpasta". Die 3 im Namen steht also für drei Versprechen, nicht für drei Wirkstoffe.

Wenn du die Zutatenliste der Original danebenlegst, wird der Unterschied zwischen Versprechen und Inhalt sichtbar. Der weiße Streifen, Schutz vor Karies, ist gut gedeckt: 1450 ppm Natriumfluorid, genau der Wirkstoff, für den die Beweislage gegen Karies am stärksten ist. Für die anderen beiden Streifen finde ich in der Liste keinen eigenen Wirkstoff. Die Stoffe, die Odol-med3 in anderen Tuben zusätzlich einsetzt, Pentanatriumtriphosphat und Zinkchlorid, fehlen in der Original.

Die Werbepunkte auf der Produktseite bei dm.de passen dazu. Dort steht "Zahncreme mit 3-fach Schutz", dann "Stärkt den Zahnschmelz und hilft das Zahnfleisch zu schützen", mit der Fußnote "bei 2x täglichem Zähneputzen", und "Bildet einen Schutzschild gegen Zuckersäure-Attacken", mit der Fußnote "Schutzschild durch Fluorid". Zahnstein kommt in den Punkten nicht vor. Die Aussage zum Zahnfleisch hängt am regelmäßigen Putzen, nicht an einem Wirkstoff. Stiftung Warentest vermerkt für die Original frei lesbar: "Wirkstoff zum Zahnfleischschutz: keiner".

Das ist kein Vorwurf an die Tube. Regelmäßiges Putzen mit einer Fluorid-Zahnpasta schützt tatsächlich vor Karies und hält durch das Entfernen von Belag auch das Zahnfleisch gesünder. Nur leistet das jede Fluorid-Zahnpasta. Die drei Streifen sind in erster Linie ein Markenzeichen, und du solltest aus ihnen nicht ablesen, dass drei verschiedene Wirkstoffe drei verschiedene Aufgaben erledigen. Was bei Zahnstein wirklich hilft, erklären wir in Plaque vs. Zahnstein.

Alle Zahnpasten im Überblick

Bei dm.de, dm.at, mueller.de und mueller.at habe ich am 26. September 2026 dreizehn Odol-med3-Zahnpasten in voller Größe gefunden, dazu Reisetuben mit 15 ml. Die Zutatenlisten stammen aus den Produktdaten von dm, die genau das zeigen, was auf der Produktseite steht. Wo dm keine Liste hatte, habe ich die von Müller genommen.

Zutatenlisten aus den Produktdaten von dm.de und dm.at, Senses und Fresh+ zusätzlich von mueller.de. Abgerufen am 26. September 2026.

Zahnpasta Fluorid Tensid Weitere auffällige Stoffe Erhältlich bei
Original, 75 ml 1450 ppm Natriumfluorid SLS keine dm.de, dm.at, Müller
Minzfrisch, 75 ml 1450 ppm Natriumfluorid SLS keine nur dm.at
Extra White, 75 ml 1450 ppm Natriumfluorid SLS keine dm.de, dm.at, Müller
White+, 75 ml 1450 ppm Natriumfluorid SLS Pentanatriumtriphosphat dm.de, dm.at, Müller
White & Shine, 75 ml 1450 ppm Natriumfluorid SLS Pentanatriumtriphosphat dm.de, dm.at, Müller
Fresh+, 75 ml 1450 ppm Natriumfluorid SLS Zinkchlorid dm.at, Müller
Extreme Clean, 75 ml 1450 ppm Natriumfluorid SLS Pentanatriumtriphosphat dm.de, dm.at, Müller
Extreme Fresh, 75 ml 1450 ppm Natriumfluorid SLS Pentanatriumtriphosphat, Zinkchlorid dm.de, dm.at, Müller
All in One Rundumschutz, 75 ml 1450 ppm Natriumfluorid SLS Zinkchlorid dm.de, dm.at, Müller
Senses Eukalyptus, 75 ml 1450 ppm Natriumfluorid SLS keine nur Müller
Milchzahn, 50 ml, 0 bis 6 Jahre 1000 ppm Natriumfluorid kein SLS Steviolglycoside, ohne Titandioxid dm.de, dm.at, Müller
Juniorzahn, 75 ml, 6 bis 13 Jahre 1450 ppm Natriumfluorid kein SLS Steviolglycoside, ohne Titandioxid dm.de, dm.at, Müller

Drei Dinge fallen beim Lesen auf. Erstens: Die Rezepturen sind sich sehr ähnlich. Wasser, Kieselsäure als Putzkörper, Sorbit und Glycerin, dann SLS, Aroma, Natriumfluorid. Was die Sorten unterscheidet, sind vor allem Aroma, Farbstoffe und bei einigen Pentanatriumtriphosphat oder Zinkchlorid. Zweitens: Es gibt keine Sorte für schmerzempfindliche Zähne. Dafür verweist der Konzern auf Sensodyne. Drittens: Die Kinderzahnpasten sind die am sorgfältigsten gebauten Tuben der Reihe, ohne SLS, ohne Titandioxid und mit einer klaren Altersangabe.

Auf odol-med3.de stehen außerdem Namen, die ich bei keinem der vier geprüften Händler gefunden habe: White reNEW, Samtweiss, All in One Rundumschutz 40+ und eine antibakterielle Variante der All in One. Ob diese Tuben in Deutschland oder Österreich gerade zu kaufen sind, konnte ich nicht klären, und ohne Zutatenliste bespreche ich sie hier nicht. Wenn du eine davon im Laden siehst, gilt: Die Liste auf der Tube zählt.

Ein Detail zur Farbe: Die meisten Erwachsenen-Tuben enthalten drei Farbstoffe, CI 73360, CI 74160 und CI 74260. White+ und White & Shine haben nur zwei, und die Senses nutzt statt CI 73360 den Farbstoff CI 77492. Die Streifen sind also wirklich eingefärbte Zahnpasta. Einen gesundheitlichen Grund, diese Farbstoffe zu meiden, habe ich in keiner Primärquelle gefunden, und ich stelle hier keine Vermutung auf.

Fluorid: was die Leitlinie verlangt, was Odol-med3 liefert

Die deutsche S3-Leitlinie zur Kariesprävention bei bleibenden Zähnen, AWMF-Register 083-021, ist in diesem Punkt eindeutig. Wörtlich: "Daher soll ab Durchbruch der bleibenden Zähne das Zähneputzen mit einer Zahnpasta erfolgen, die einen Fluoridgehalt von mindestens 1000 ppm Fluorid enthält." Alle Erwachsenen-Tuben von Odol-med3 liegen mit 1450 ppm darüber. Beim Kariesschutz gibt es also nichts auszusetzen, und das ist der wichtigste Maßstab für jede Alltagszahnpasta.

1450 ppm ist zugleich die Obergrenze, die die EU für frei verkäufliche Zahnpasta erlaubt. Mehr Fluorid gibt es nur auf Rezept, etwa als 5000-ppm-Zahnpasta für Menschen mit hohem Kariesrisiko oder freiliegenden Zahnhälsen. Odol-med3 schöpft das Erlaubte also voll aus, und zwar in jeder Erwachsenen-Tube, auch in den billigsten.

Für Kinder hat Odol-med3 ein klares Stufenmodell. Die Milchzahn für 0 bis 6 Jahre enthält 1000 ppm, mit dem Hinweis bei dm.at: "Für Kinder bis 2 Jahre reiskorngroße Menge, für Kinder bis 6 Jahre erbsengroße Menge Zahnpasta benutzen." Ab sechs Jahren empfiehlt Haleon die Juniorzahn mit 1450 ppm, die ausdrücklich "nicht für Kinder unter 6 Jahren geeignet" ist. Das ist das Schema, das Hersteller heute üblicherweise verwenden. Eine eigene Leitlinie der AWMF mit Fluoridwerten für Kinder ist laut Register noch in Arbeit; frag bei Kindern deshalb in der Zahnarztpraxis nach, was für dein Kind passt.

Was Odol-med3 nicht anbietet, ist eine Wahl beim Fluorid. Alle Tuben nutzen Natriumfluorid, keine Aminfluoride wie elmex und meridol, kein Zinnfluorid wie blend-a-med oder meridol, kein Natriummonofluorphosphat. Für den Kariesschutz im Alltag ist das kein Nachteil, Natriumfluorid ist gut untersucht. Wer sich für die Unterschiede zwischen den Fluoridformen interessiert, findet sie in elmex Zahnpasta: alle Sorten erklärt.

Was in keiner Tube steckt

Für mich als Hersteller eines Hydroxylapatit-Kaugummis war das die erste Frage, und die Antwort ist eindeutig: Keine Odol-med3-Zahnpasta enthält Hydroxylapatit. Ich habe die Zutatenlisten aller Tuben bei dm.de und dm.at sowie bei Müller nach "Hydroxyapatite" durchsucht, ohne Treffer. Das unterscheidet Odol-med3 von Marken wie Lacalut, die Hydroxylapatit inzwischen in jede Tube geben, siehe unseren Lacalut-Test.

Ebenfalls nicht enthalten sind Zinnfluorid, das bei Zahnfleisch und Erosion eingesetzt wird, und Kaliumnitrat, der typische Wirkstoff in Zahnpasten für schmerzempfindliche Zähne. Auch Arginin, Zinkcitrat oder Chlorhexidin kommen nicht vor. Das Einzige, was über Fluorid hinausgeht, sind Pentanatriumtriphosphat in vier Tuben und Zinkchlorid in drei.

Das ist für eine Zahnpasta, die 1,25 Euro kostet, nicht überraschend, und es ist auch kein Mangel, solange du nur Kariesschutz willst. Es heißt aber, dass du für Zahnfleisch, Erosion oder schmerzempfindliche Zähne bei Odol-med3 kein Spezialprodukt findest. Wer Hydroxylapatit in der Zahnpasta will, mit oder ohne Fluorid, findet die Optionen im Label-Check bei dm und Rossmann, und die Frage, was davon besser schützt, klärt Hydroxylapatit oder Fluorid.

Natriumlaurylsulfat und die Fallserie von 1999

Natriumlaurylsulfat, kurz SLS, ist das Tensid, das Zahnpasta schäumen lässt. Es steht in fast allen Erwachsenen-Tuben von Odol-med3, meist an fünfter oder sechster Stelle. Die Kinderzahnpasten verzichten darauf und verwenden Sodium Methyl Cocoyl Taurate, ein anderes Tensid. Haleon begründet das auf der Produktseite nicht.

Der Name Odol-med3 taucht in einer Fallserie auf, die in diesem Zusammenhang interessant ist. 1999 beschrieben Plonait und Reichart in der Fachzeitschrift Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sieben Menschen, bei denen sich die Mundschleimhaut in Fetzen ablöste (PMID 10234957). Alle hatten zwei bis vier Wochen vorher mit einer neuen Zahnpasta begonnen, laut Abstract "Odol med 3 Samtweiss". Nach dem Absetzen verschwanden die Veränderungen. Als mögliche Ursachen diskutieren die Autoren Natriumlaurylsulfat und Natriumpolyphosphate.

Wie viel sagt das über die Tuben von heute? Wenig, und das muss man klar sagen. Eine Fallserie mit sieben Menschen ist keine Studie mit Vergleichsgruppe, und die Rezeptur von 1999 ist nicht die von heute. Eine Tube namens Samtweiss steht zwar wieder auf odol-med3.de, ich habe sie aber bei keinem Händler gefunden und kenne ihre Zutatenliste nicht. Ich ziehe deshalb keine Verbindung zwischen der alten und einer heutigen Tube.

Praktisch nützlich ist die Fallserie trotzdem, weil sie ein bekanntes Muster beschreibt: Manche Menschen reagieren auf SLS mit gereizter oder sich schälender Schleimhaut. Wenn dir das nach einem Zahnpastawechsel passiert, ist das ein Grund, die Tube abzusetzen und in der Zahnarztpraxis nachzufragen. Eine SLS-freie Tube findest du bei Odol-med3 nur in der Kinderreihe. Für Erwachsene lohnt sich dann ein Blick auf andere Marken.

Titandioxid: was Haleon sagt und was die Listen zeigen

Titandioxid ist ein weißes Pigment, das Zahnpasta heller und deckender macht. In Lebensmitteln ist es in der EU seit 2022 verboten, in Kosmetik und damit in Zahnpasta weiter erlaubt. Warum das für Kaugummi und Zahnpasta unterschiedlich geregelt ist, erklären wir in EU verbietet Titandioxid im Kaugummi.

Haleon hat dazu auf der Kinderseite von odol-med3.de einen eigenen Abschnitt mit der Überschrift "Titandioxid adé". Dort heißt es: "Wir haben Titandioxid aus unseren Kinderzahnpasten Odol-med3 Milchzahn und Odol-med3 Juniorzahn entfernt." Und weiter: "Obwohl TiO2 in Zahnpasta also ausdrücklich erlaubt ist, verzichten wir bei Odol-med3 Milchzahn und Odol-med3 Juniorzahn nun darauf." Als Grund nennt Haleon das Verbot in Lebensmitteln und dass Kinder beim Putzen Zahnpasta verschlucken können.

Die Formulierung legt nahe, dass die Erwachsenen-Tuben weiter Titandioxid enthalten. In den Zutatenlisten finde ich das aber nicht. In keiner vollständigen Liste bei dm.de oder dm.at steht Titanium Dioxide oder die Farbnummer CI 77891. Das Wort taucht genau einmal auf: in der Liste der Extreme Clean bei dm.at, die offensichtlich fehlerhaft ist, weil dort zwei verschiedene Zutatenlisten ohne Trennung hintereinander stehen. Die erste, abgebrochene Liste nennt Titandioxid, die zweite, vollständige nicht.

Ich kann diesen Widerspruch nicht auflösen und behaupte deshalb weder, dass Extreme Clean Titandioxid enthält, noch dass sie frei davon ist. Für die übrigen Erwachsenen-Tuben zeigen die vollständigen Listen bei dm kein Titandioxid. Wenn dir der Punkt wichtig ist, lies die Zutatenliste auf der Tube, die du in der Hand hältst, und im Zweifel frag beim Hersteller nach. Die Kontaktadresse steht im Impressum.

Die Studienlage: sechs Treffer in PubMed

Ich habe PubMed am 26. September 2026 nach allen üblichen Schreibweisen durchsucht, "Odol-med3", "Odol med 3", "Odol med3" und "Odol-Med-3". Alle Suchen führen zu denselben sechs Arbeiten. Jede habe ich über ihre PMID bei NCBI aufgelöst und Titel, Autoren und Ergebnis mit dem Abstract abgeglichen.

Alle Arbeiten, die Odol-med3 in Titel oder Abstract nennen. PMIDs am 26. September 2026 bei NCBI aufgelöst.

Studie Was untersucht wurde Ergebnis in einem Satz Bezug zu heutigen Tuben
Plonait und Reichart 1999, Mund Kiefer Gesichtschir, PMID 10234957 Fallserie, 7 Menschen mit sich ablösender Mundschleimhaut Alle hatten kurz vorher mit Odol med 3 Samtweiss begonnen, nach dem Absetzen heilte die Schleimhaut ab Alte Rezeptur, heute nicht im Handel gefunden
Gehlen et al. 2000, J Orofac Orthop, Teil I, PMID 10682411 Randomisiert, doppelblind, Crossover, 12 Jugendliche mit fester Zahnspange, je 2 Tage Die Chlorhexidin-Spülung senkte Plaque deutlich; Odol-med-3 war die Fluorid-Zahnpasta im Vergleich Odol-med3 nur als Vergleich, nicht als Prüfprodukt
Gehlen et al. 2000, J Orofac Orthop, Teil II, PMID 10783565 Dieselbe Studie, bakteriologische Auswertung Bakteriologische Auswertung desselben Versuchs, Ergebnis nur im Volltext Odol-med3 nur als Vergleich
Zantner et al. 2007, Dent Mater, PMID 17109950 Labor, 192 Zähne, 8 Gruppen, Bleaching zu Hause Odol-med3 Beauty-Kur mit Natriumchlorit senkte die Schmelzhärte am stärksten aller Gruppen Produkt nicht mehr im Handel gefunden
Kielbassa et al. 2009, J Prosthet Dent, PMID 19167533 Labor, Farbmessung nach Bleaching zu Hause Vergleich von Messmethoden, darunter die Beauty-Kur Produkt nicht mehr im Handel gefunden
Faller et al. 2014, Int Dent J, PMID 24571702 Labor, Erosionsmodell mit Zitronensäure, 11 Zahnpasten Odol med 3 lag beim Schmelzverlust im Mittelfeld, die beiden Zinn-Zahnpasten schnitten deutlich besser ab Rezeptur von 2014 mit 1400 ppm, heute 1450 ppm

Die einzige Arbeit, die Odol-med3 als Zahnpasta mit anderen vergleicht, ist die Laborstudie von Faller und Kollegen aus dem International Dental Journal 2014 (PMID 24571702). Im Versuch wurden Schmelzproben aus menschlichen Zähnen fünf Tage lang mit Zahnpasta behandelt und danach mit Zitronensäure angegriffen. Gemessen wurde, wie viel Schmelz verloren ging. Odol med 3 kam auf 14,2 Mikrometer, fast gleichauf mit elmex (14,5) und etwas schlechter als meridol (12,0). Die beiden Zahnpasten mit stabilisiertem Zinn lagen bei 3,0 und 6,5 Mikrometern und damit laut Studie signifikant besser als alle anderen.

Diese Studie muss man mit ihrem Zweck lesen. Im Mittelpunkt steht eine Zinn-Zahnpasta von Oral-B und blend-a-med, also Procter & Gamble; Odol-med3 ist eines von neun Vergleichsprodukten. Eine Angabe zur Finanzierung enthält der PubMed-Eintrag nicht. Es ist außerdem ein Laborversuch mit vier Schmelzproben pro Gruppe, kein Versuch an Menschen, und die damals getestete Rezeptur hatte laut Studie 1400 ppm Fluorid, die heutige 1450 ppm.

Die beiden Berliner Arbeiten zur Odol-med3 Beauty-Kur betreffen kein Zahnpasta-Produkt, sondern ein früheres Bleichmittel mit Natriumchlorit, das in einer Schiene angewendet wurde. In der Studie von Zantner und Kollegen (PMID 17109950) senkte es die Härte des Zahnschmelzes stärker als jedes andere geprüfte Mittel, auch sechs Wochen später noch. Die Autoren schreiben: "The most critical bleaching agent seems to be the one containing sodium chlorite in combination with citric acid." Die Beauty-Kur habe ich bei keinem Händler mehr gefunden. Ich nenne die Arbeit, weil sie unter dem Markennamen steht, nicht, weil sie etwas über die heutigen Zahnpasten sagt. Wie du Zähne aufhellst, ohne den Schmelz zu schädigen, steht in Weiße Zähne ohne Bleaching.

Die Studie von Gehlen und Kollegen aus Homburg (PMID 10682411) untersuchte eigentlich eine Chlorhexidin-Spülung bei zwölf Jugendlichen mit fester Zahnspange. Odol-med3 war dort die normale Fluorid-Zahnpasta, mit der die Spülung verglichen wurde. Über die Zahnpasta selbst sagt die Studie nichts aus, was du für deine Kaufentscheidung brauchst.

Unterm Strich: Zu keiner der Tuben, die heute bei dm oder Müller liegen, gibt es in PubMed eine Studie. Das ist für eine günstige Fluorid-Zahnpasta normal, denn die Wirkung von Fluorid ist durch Hunderte Studien belegt, und dafür braucht es keine Studie pro Marke. Es wird aber zum Problem, sobald eine Tube mit "klinisch getestet" wirbt. Dazu der nächste Abschnitt.

Die Werbeaussagen und ihre Fußnoten

Odol-med3 arbeitet in der Werbung viel mit Fußnoten. Manche davon sind ehrlich und nützlich, andere lassen die entscheidende Frage offen. Hier die Aussagen, die mir beim Lesen der Produktseiten bei dm und auf odol-med3.de aufgefallen sind.

  • "Für einen klinisch nachgewiesenen Gloss-Effekt in nur 7 Tagen" (White & Shine, dm.de): Auf derselben Seite steht zweimal "klinisch", aber weder Studie noch Fußnote mit Quelle. In PubMed findet sich keine Arbeit zu White & Shine. Der Vergleich in der Beschreibung lautet "gemäß zahnärztlicher Beurteilung verglichen mit Odol-med3 Original", also gegen die eigene Basis-Tube.
  • "klinisch getestete Fluoridzahnpasta" (White+, dm.de): mit der Fußnote "bei 2x täglichem Zähneputzen vs. Odol-med3 Original. Sichtbar weißere Zähne gemäß zahnärztlicher Beurteilung". Auch hier: keine genannte Studie, Vergleich gegen die eigene Original.
  • "klinisch getesteten 3-fach Schutz" (Original, Beschreibung bei dm.at): ohne Fußnote und ohne Quelle.
  • "Doppelte Reinigungsleistung" und "5x kleinere, tiefenreinigende Kristalle" (Extreme Clean, odol-med3.de): mit der Fußnote "vs. Odol-med3 Original". Wie die Reinigungsleistung gemessen wurde, steht nicht dabei.
  • "Bekämpft Mundgeruch für bis zu 80 % reineren Atem" (All in One Rundumschutz, dm.de): eine Prozentzahl ohne öffentliche Quelle. Die Tube enthält Zinkchlorid, das in Zahnpasten häufig gegen Mundgeruch eingesetzt wird.
  • "altersgerechter Fluoridgehalt" (Juniorzahn): mit der Fußnote "entsprechend aktueller Empfehlung zahnmedizinischer Fachgesellschaften", ohne zu sagen, welche Fachgesellschaft gemeint ist.

Was fehlt, ist bei den Weiß-Sorten besonders wichtig: ein RDA-Wert. Der RDA-Wert sagt, wie stark eine Zahnpasta das Zahnbein abreibt. Gerade Zahnpasten, die mit Glanz, Politur und "tiefenreinigenden Kristallen" werben, sollten diese Zahl nennen, damit du einschätzen kannst, wie viel Abrieb du dir einkaufst. Odol-med3 nennt für keine Tube einen Wert. Was der RDA-Wert bedeutet und wo die Grenzen liegen, steht in RDA-Wert erklärt.

Zur Einordnung der Weiß-Versprechen: Eine Zahnpasta kann Verfärbungen auf der Oberfläche abtragen, etwa von Kaffee oder Tee. Die Eigenfarbe des Zahns ändert sie nicht. "Weißer" heißt bei allen Sorten dieser Art: sauberer an der Oberfläche, nicht heller im Inneren. Das gilt für Odol-med3 genauso wie für jede andere Weiß-Zahnpasta.

Wenn die Daten im Shop nicht stimmen

Beim Lesen der Produktdaten sind mir mehrere Fehler aufgefallen, die nicht bei Odol-med3 liegen, sondern bei den Händlern. Sie zeigen, warum du die Zutatenliste auf der Tube lesen solltest, wenn dir ein Stoff wichtig ist.

  • Extra White bei dm.de: Die Zutatenliste bricht nach "Sodium Fluoride" ab, ohne Fluoridangabe in ppm und ohne Farbstoffe. Bei dm.at steht für dieselbe Tube mit derselben Artikelnummer die vollständige Liste. Die 1450 ppm bestätigt auf der deutschen Seite nur das Feld mit den Warnhinweisen.
  • Extreme Clean bei dm.at: Zwei verschiedene Zutatenlisten stehen ohne Trennung hintereinander, die eine nennt Titandioxid, die andere nicht. Welche stimmt, lässt sich aus dem Datensatz nicht ablesen.
  • Zwei Mundspülungen mit identischer Liste: "Mundspülung Original" und "Mundspülung antibakteriell Pflege & Schutz" haben bei dm.de Wort für Wort dieselbe Zutatenliste. Entweder ist es dieselbe Rezeptur unter zwei Namen, oder ein Datensatz wurde kopiert.
  • Unterschiedliche Herstellerangaben: Die meisten Tuben nennen bei dm "Haleon, D-80258 München", eine Kinder-Mundspülung die volle Firma mit Straße, eine Mundspülung bei dm.at noch GlaxoSmithKline. Maßgeblich ist das Impressum auf odol-med3.de.
  • Unterschiedliche Preise in Österreich: Die All in One Rundumschutz kostete am selben Tag bei dm.at 4,45 Euro und bei Müller in Österreich 4,15 Euro.

Nichts davon ist dramatisch. Aber es ist genau die Art Fehler, die wir auch bei Lacalut gefunden haben, wo ein Händler eine Zutatenliste zeigte, die nicht zur Tube passte. Wir haben daraus eine feste Regel gemacht: Jede Zutat, die wir in einem Test nennen, prüfen wir an mindestens zwei Stellen.

Stiftung Warentest und Öko-Test

Stiftung Warentest führt vier Odol-med3-Produkte in seinen Tests. Die Original als Universal-Zahnpasta, online veröffentlicht am 21. Oktober 2024, mittlerer Preis 1,29 Euro. White & Shine als Weißmacher-Zahnpasta, veröffentlicht am 27. August 2025, mittlerer Preis 2,49 Euro. Die Milchzahn im Test der Kinderzahnpasten, veröffentlicht am 17. Februar 2026, mit den frei lesbaren Angaben "Altersempfehlung 0 bis 6" und "Vegan: Ja". Und die Mundspülung Antibakteriell Pflege & Schutz im Test der Mundspülungen.

Die Noten selbst, den gemessenen Abrieb und die Laborwerte zeigt test.de erst nach Freischaltung. Ich habe keine frei zugängliche Quelle gefunden, die sie nennt, und nenne deshalb keine. Frei lesbar ist bei der Original ein Feld, das zu diesem Test passt: "Wirkstoff zum Zahnfleischschutz: keiner". Wenn du irgendwo "Odol-med3 Testsieger" oder eine Note liest, prüf, ob die Quelle das Urteil wirklich zeigt.

Öko-Test führt in seinem Jahrbuch für 2024 zwei Produkte: "Odol-Med 3 Original" zu 0,95 Euro und "Odol-Med 3 Naturals Fresh Mint" zu 1,95 Euro, beide unter dem Anbieter GSK Consumer Healthcare. Die Naturals Fresh Mint habe ich bei keinem Händler mehr gefunden. Die Noten stehen auch hier hinter einer Bezahlschranke. Keine Note, die ich nicht selbst lesen konnte.

Preis bei dm.de, dm.at und Müller

Die Preise habe ich am 26. September 2026 direkt aus den Shops abgerufen. Nicht jede Tube ist überall gelistet, und in Österreich sind die Unterschiede zu Deutschland teils groß.

Preise laut dm.de, dm.at, mueller.de und mueller.at am 26. September 2026. rossmann.de war nicht auslesbar.

Produkt dm.de dm.at Müller DE Müller AT
Original, 75 ml 1,25 € 1,85 € 1,25 € 1,85 €
Extra White, 75 ml 1,25 € 1,85 € 1,25 € 1,85 €
White+, 75 ml 1,95 € 3,25 € 1,95 € 3,25 €
White & Shine, 75 ml 2,45 € 4,45 € 2,45 € 4,45 €
All in One Rundumschutz, 75 ml 2,45 € 4,45 € 2,45 € 4,15 €
Extreme Clean, 75 ml 2,95 € 4,95 € 2,95 € 4,95 €
Extreme Fresh, 75 ml 2,95 € 4,95 € 2,95 € 4,95 €
Milchzahn, 50 ml 2,45 € 3,45 € 2,45 € 3,45 €
Juniorzahn, 75 ml 2,95 € 3,45 € 2,95 € 3,45 €

Die Original kostet bei dm.de umgerechnet 1,67 Euro pro 100 ml und gehört damit zu den günstigsten Marken-Zahnpasten im Regal. Die teuerste Sorte, Extreme Clean, kostet in Deutschland mehr als das Doppelte, in Österreich fast das Vierfache der deutschen Original. Da alle Tuben dieselben 1450 ppm Natriumfluorid enthalten, zahlst du bei den teureren Sorten vor allem für Aroma, Putzkörper und bei manchen Sorten für Pentanatriumtriphosphat oder Zinkchlorid.

Auffällig ist der Abstand zwischen Deutschland und Österreich. Die Original kostet bei dm.at 60 Cent mehr, White & Shine 2 Euro mehr, Extreme Clean ebenfalls 2 Euro mehr, bei identischer Zutatenliste. Wer in Österreich lebt und Odol-med3 wegen des Preises kauft, fährt mit der Original oder Extra White am besten; bei den teureren Sorten ist der Preisvorteil gegenüber anderen Marken weitgehend verschwunden.

Für wen Odol-med3 passt, und für wen nicht

  • Passt: Du willst eine Fluorid-Zahnpasta für wenig Geld, die die Leitlinie erfüllt. Die Original leistet genau das, für 1,25 Euro in Deutschland.
  • Passt: Du suchst eine Kinderzahnpasta mit klarer Altersstufe, ohne SLS und ohne Titandioxid. Milchzahn und Juniorzahn sind die am saubersten gebauten Tuben der Reihe.
  • Passt mit Absprache: Du hast Zahnfleischprobleme. Odol-med3 hat keinen Wirkstoff dafür; Zahnfleischbluten gehört in die Zahnarztpraxis, und für Spezialprodukte lohnt ein Blick auf meridol oder parodontax.
  • Passt nicht: Du willst ohne Fluorid putzen oder Hydroxylapatit in der Zahnpasta. Beides gibt es bei Odol-med3 nicht, siehe Zahnpasta ohne Fluorid.
  • Passt nicht: Du reagierst auf SLS. Bis auf die Kindertuben enthalten alle Sorten SLS.
  • Passt nicht: Du willst wissen, wie stark deine Weiß-Zahnpasta abreibt. Odol-med3 nennt keinen RDA-Wert.

Fairness: was Odol-med3 richtig macht

Odol-med3 macht beim Wichtigsten alles richtig: Jede Erwachsenen-Tube hat die höchste frei erlaubte Fluoridmenge, und die Fluoridangabe in ppm steht auf jeder Zutatenliste. Das ist für eine Zahnpasta, die weniger kostet als ein Kaffee, eine gute Nachricht. Die Kinderreihe hat eine klare Altersstaffel mit 1000 und 1450 ppm, verzichtet auf SLS und laut Hersteller auf Titandioxid, und Haleon erklärt den Verzicht offen, statt ihn nur als Werbung zu benutzen. Das Impressum ist direkt erreichbar, die Geschäftsführung genannt. Die Werbeaussagen sind meist mit Fußnoten versehen, auch wenn die Fußnoten oft nur auf die eigene Original verweisen. Und im einzigen Laborvergleich mit anderen Marken lag Odol med 3 gleichauf mit elmex, obwohl elmex im Regal ein Vielfaches kostet. Wer nur solide Kariesvorsorge für wenig Geld will, bekommt mit der Original genau das.

Mein Interessenkonflikt

Ich bin Max, Gründer von Minvelle. Wir verkaufen einen Kaugummi mit Hydroxylapatit, keine Zahnpasta. Odol-med3 ist also kein direkter Konkurrent, und ein Kaugummi ersetzt keine Zahnpasta. Trotzdem habe ich ein Interesse daran, dass du am Ende unseren Kaugummi kaufst, und das solltest du beim Lesen wissen. Ich habe für diesen Test keine Produkte von Haleon oder einem Händler erhalten und stehe mit dem Unternehmen in keinem Kontakt. Hier der direkte Vergleich, damit du weißt, wo mein Interesse liegt.

Odol-med3 und Minvelle im Vergleich

Fakt Odol-med3 Original (laut diesem Test) Minvelle
Wofür Zähneputzen, zweimal am Tag Kaugummi, ein Stück pro Tag nach dem Essen, mindestens 20 Minuten
Wirkstoff-Angabe 1450 ppm Natriumfluorid; kein Hydroxylapatit 5,7 mg Nano-Hydroxylapatit pro 1,9-g-Stück, auf der Box gedruckt
Veröffentlichte Dokumente Vollständige Zutatenliste mit Fluoridgehalt; keine Studie zur heutigen Tube Vollständige Zutatenliste und Chargenzertifikat, laborgeprüft; keine klinische Studie zum Kaugummi
Preis 1,25 Euro pro 75-ml-Tube bei dm.de 24,99 Euro pro Box mit 18 Stück

Minvelle passt zu dir, wenn du morgens und abends mit einer Fluorid-Zahnpasta wie Odol-med3 putzt und tagsüber nach dem Essen Hydroxylapatit mit genannter Dosis ergänzen willst. Wenn dir die Zahnpasta allein reicht, ist die günstigere Lösung die Tube, die du schon hast.

Die Dosis auf der Box sehen →

Wichtig für den fairen Vergleich: Auch für den Minvelle-Kaugummi gibt es keine klinische Studie. Wir veröffentlichen die Dosis pro Stück, die Zutatenliste und ein Chargenzertifikat. Das ist Transparenz über das Produkt, kein Wirksamkeitsbeleg. Wir messen andere Marken hier an genau dem Maßstab, an dem du uns messen solltest: Was steht drin, wie viel davon, und was ist belegt.

Wie ich diesen Test gemacht habe

Alle Angaben zu Odol-med3 stammen aus Primärquellen, abgerufen am 26. September 2026: odol-med3.de mit Impressum, Historie, Produktübersichten und der Kinderseite; die Produktdaten von dm.de und dm.at für jede dort gelistete Tube, mit Zutatenliste, Warnhinweisen und Werbepunkten; die Markenseiten von mueller.de und mueller.at; die frei lesbaren Produktdaten auf test.de; die frei lesbare Produktdatenbank von Öko-Test; die Leitlinie im AWMF-Register. Die Studien habe ich über ihre PMID bei NCBI aufgelöst und Titel, Autoren, Design und Ergebnis mit dem Abstract abgeglichen.

Was ich nicht prüfen konnte, steht ausdrücklich im Text: die Noten von Stiftung Warentest und Öko-Test (Bezahlschranke), ob Extreme Clean Titandioxid enthält (widersprüchliche Daten bei dm.at), die Zutatenlisten von White reNEW, Samtweiss und All in One 40+ (bei keinem Händler gefunden), die Studien hinter den Aussagen "klinisch getestet" (nicht genannt), die RDA-Werte (nicht veröffentlicht), die vollständigen Ergebnisse der Homburger Zahnspangen-Studie (nur im Volltext) und die Angaben bei Rossmann (Seite nicht auslesbar). Ich habe die Zahnpasten nicht selbst im Labor analysiert. Stand aller Angaben: 26. September 2026. Wenn sich etwas ändert, aktualisiere ich diesen Test mit neuem Datum.

Häufig gestellte Fragen

Ist Odol-med3 eine gute Zahnpasta?

Als einfache Fluorid-Zahnpasta ja. Jede Erwachsenen-Tube enthält laut Zutatenliste 1450 ppm Fluorid als Natriumfluorid und liegt damit über den 1000 ppm, die die deutsche Karies-Leitlinie ab den bleibenden Zähnen verlangt. Die Original kostet bei dm.de 1,25 Euro. Einen Zusatzwirkstoff wie Zinnfluorid, Hydroxylapatit oder Kaliumnitrat hat keine der Tuben, und eine Studie zu einer heutigen Odol-med3-Tube habe ich nicht gefunden.

Was bedeutet die 3 in Odol-med3?

Laut Hersteller stehen die drei Streifen für drei Schutzversprechen: Weiß für den Schutz vor Karies, Blau für den Schutz vor Zahnstein, Rot für gesundes Zahnfleisch. Die 3 bezeichnet also keine drei Wirkstoffe. Odol-med3 kam laut Hersteller 1989 in Deutschland auf den Markt und war nach eigener Aussage die erste gestreifte Zahnpasta.

Enthält Odol-med3 Fluorid?

Ja, alle Zahnpasten der Reihe. Die Erwachsenen-Tuben und die Juniorzahn für 6 bis 13 Jahre enthalten 1450 ppm, die Milchzahn für 0 bis 6 Jahre 1000 ppm, jeweils als Natriumfluorid. Eine fluoridfreie Odol-med3-Zahnpasta habe ich bei dm und Müller nicht gefunden.

Enthält Odol-med3 Titandioxid?

Bei den Kinderzahnpasten nicht: Haleon schreibt, man habe Titandioxid aus Milchzahn und Juniorzahn entfernt. Für die Erwachsenen-Tuben ist die Lage unklar. In keiner vollständigen Zutatenliste bei dm steht Titandioxid oder CI 77891, nur in einem doppelt eingetragenen, fehlerhaften Datensatz bei dm.at. Wenn dir das wichtig ist, lies die Liste auf der Tube selbst.

Enthält Odol-med3 Natriumlaurylsulfat?

In den meisten Erwachsenen-Tuben ja, Sodium Lauryl Sulfate steht dort meist an fünfter oder sechster Stelle. Die beiden Kinderzahnpasten Milchzahn und Juniorzahn verwenden stattdessen Sodium Methyl Cocoyl Taurate, ein anderes Tensid. Wenn du auf SLS empfindlich reagierst, sprich in der Zahnarztpraxis über eine Alternative.

Was kostet Odol-med3?

Bei dm.de am 26. September 2026: Original und Extra White je 1,25 Euro für 75 ml, White+ 1,95 Euro, White und Shine 2,45 Euro, Extreme Clean und Extreme Fresh je 2,95 Euro. In Österreich sind dieselben Tuben bei dm.at teurer, die Original kostet 1,85 Euro und Extreme Clean 4,95 Euro.

Was sagt Stiftung Warentest zu Odol-med3?

Stiftung Warentest führt vier Odol-med3-Produkte in seinen Tests: Original, White und Shine, Milchzahn und die Mundspülung Antibakteriell Pflege und Schutz. Die Noten stehen hinter einer Bezahlschranke, deshalb nenne ich keine. Frei lesbar ist für die Original der Eintrag, dass sie keinen Wirkstoff zum Zahnfleischschutz enthält.

Wer stellt Odol-med3 her?

Laut Impressum auf odol-med3.de die Haleon Germany GmbH, Barthstraße 4 in München, eingetragen beim Amtsgericht München unter HRB 226378. Haleon ist das frühere Verbrauchergeschäft von GSK und stellt auch parodontax und Sensodyne her. Odol-med3 ist damit keine Apothekenmarke, sondern eine Drogeriemarke eines großen Konzerns.

Belege prüfen

Odol-med3 ist für das Putzen. Unser Kaugummi für die Zeit dazwischen.

Minvelle ist ein Hydroxylapatit-Kaugummi für nach dem Essen: 5,7 mg pro Stück, 18 Stück pro Box, ein Stück am Tag, mindestens 20 Minuten kauen. Kein Ersatz für Zahnpasta, eine Ergänzung. Alle Zahlen stehen auf unserer Transparenz-Seite, mit dem Chargenzertifikat daneben.

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Oder erst die Zahlen: die Kaugummi-Datenbank, jede Marke im Vergleich

Oder im Abo: 2 Boxen alle 4 Wochen, 15,00 € pro Box →

30 Tage Geld zurück, ungeöffnet · kostenloser Versand ab €29
M
Max, Gründer von Minvelle
Gründer einer österreichischen Marke für remineralisierenden Kaugummi mit Nano-Hydroxylapatit

Minvelle ist um eine Idee herum gebaut: Hydroxylapatit tagsüber, nach dem Essen, in einem Kaugummi, dessen Dosis pro Stück veröffentlicht ist. Ich schreibe auch über Zahnpasten aus dem Drogerieregal, weil die meisten Menschen genau dort ihre Fragen haben, und ich sage dabei jedes Mal, wo mein Interesse liegt.

Jeder Minvelle-Artikel wird gegen Primärquellen geprüft; Studien werden nur mit einer PMID zitiert, die auf PubMed auflöst. Mehr dazu, wie diese Marke entstanden ist →

Hinweis

Dieser Artikel dient der Information. Er ist keine medizinische Beratung. Sprich mit deinem Zahnarzt oder deiner Zahnärztin, bevor du deine Mundpflege umstellst. Kein hier genanntes Produkt ersetzt das Zähneputzen oder den Zahnarztbesuch.

Quellen
  1. Odol-med3, Impressum (Kontakt), Historie, Produktübersichten und Kinder-Mundpflege mit dem Abschnitt Titandioxid adé, abgerufen am 26. September 2026: www.odol-med3.de.
  2. Plonait D.R., Reichart P.A., Epitheliolyse der Mundschleimhaut (Mucosa-Schälung) als Nebenwirkung von Zahnpasta, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie 1999, PMID 10234957.
  3. Gehlen I., Netuschil L., Berg R., Reich E., Katsaros C., The influence of a 0.2% chlorhexidine mouthrinse on plaque regrowth in orthodontic patients, Part I, Journal of Orofacial Orthopedics 2000, PMID 10682411.
  4. Gehlen I., Netuschil L., Georg T., Reich E., Berg R., Katsaros C., dieselbe Studie, Part II: bakteriologische Parameter, Journal of Orofacial Orthopedics 2000, PMID 10783565.
  5. Zantner C., Beheim-Schwarzbach N., Neumann K., Kielbassa A.M., Surface microhardness of enamel after different home bleaching procedures, Dental Materials 2007, PMID 17109950.
  6. Kielbassa A.M., Beheim-Schwarzbach N.J., Neumann K., Zantner C., In vitro comparison of visual and computer-aided pre- and post-tooth shade determination using various home bleaching procedures, Journal of Prosthetic Dentistry 2009, PMID 19167533.
  7. Faller R.V., Eversole S.L., Saunders-Burkhardt K., Protective benefits of a stabilised stannous-containing fluoride dentifrice against erosive acid damage, International Dental Journal 2014, PMID 24571702.
  8. DGZ und DGZMK, S3-Leitlinie Kariesprävention bei bleibenden Zähnen, AWMF 083-021: register.awmf.org.
  9. Stiftung Warentest, Zahnpasta im Test, Produkteintrag Odol-med3 Original, abgerufen am 26. September 2026: www.test.de.
  10. Minvelle Transparenz-Seite: Dosis pro Stück und Chargenzertifikat: www.minvelle.com.
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