Xylit Kaugummi Test 2026: Anteil, Preis pro Stück, Zusatzstoffe

Vergleich

Xylit Kaugummi Test 2026: Anteil, Preis pro Stück, Zusatzstoffe.

Acht Xylit-Kaugummis aus DACH-Regalen, sortiert nach dem, was auf dem Etikett steht: Xylit-Anteil, Preis pro Stück, Zusatzstoffe und Allergene. Alle Preise vom Stichtag 23. August 2026, Studienlage ohne Beschönigung, kein Testsieger-Siegel.

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Max, Gründer von Minvelle
Aktualisiert August 2026 · Zuletzt geprüft: 23. August 2026 · Jeder Preis am selben Tag auf der Händlerseite abgerufen
· 22 Min. Lesezeit · 🦴 Vergleich
Kurzantwort

Von acht Xylit-Kaugummis, die du in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Regal oder online findest, beziffern nur vier den Xylit-Anteil am Gewicht: Xucker 74,5 %, ApaCare 56 %, Minvelle 43 % (817 mg pro Stück), und miradent beziffert das Stück (1 g) mit Xylit als einzigem Süßungsmittel, aber nicht die Xylit-Menge. Mentos und Orbit nennen einen Anteil an den Süßungsmitteln (32 % und 26 %), Birkengold und Wrigley's nennen gar nichts auf der Produktseite. Beim Preis pro Stück liegen Xucker (rund 5 Cent), ApaCare (10 Cent), miradent (12 Cent) und Birkengold (16 Cent) eng beieinander; Minvelle kostet 1,39 Euro pro Stück, im Abo 83 Cent, weil 5,7 mg Nano-Hydroxylapatit drin sind, die sonst niemand beziffert.

Zur Wirkung: Zuckerfreier Kaugummi darf in der EU drei Aussagen tragen (Zahnmineralisierung, Plaque-Säuren, Mundtrockenheit). Dass Xylit im Kaugummi darüber hinaus Karies verhindert, ist laut Cochrane 2015 nicht ausreichend belegt, und ein Review von 2024 bestätigt den Effekt nicht. Kauf nach Etikett, nicht nach Versprechen.

Transparenz: Dieser Vergleich stammt von Minvelle, das eines der acht Produkte verkauft. Jede Zahl unten steht mit Händler und Datum dabei, die Minvelle-Zeile ist nach denselben Regeln gefüllt wie alle anderen. Prüf uns am härtesten.

Dieser Artikel ist der Vergleich. Wenn du wissen willst, was Xylit im Mund tut und wie viel davon pro Tag sinnvoll ist, steht das in Xylit-Kaugummi: wie gesund ist er wirklich?. Hier geht es um Produkte, Etiketten und Preise: Welches Produkt hat wie viel Xylit, was kostet ein Stück, welche Zusatzstoffe und Allergene stehen in der Zutatenliste, und was die Studienlage zu alldem hergibt.

Die Tabelle: acht Xylit-Kaugummis, sortiert nach dem, was das Etikett beziffert

Produkt
Xylit-Anteil (Etikett)
Preis pro Stück
Süßstoffe, Zusatzstoffe, Allergene
Xucker Xylit-Kaugummis Fruchtmix (Set 700 g)
74,5 % Xylit am Gewicht; ca. 1 g Xylit pro Stück (Herstellerangabe)
25,79 € / 700 g; rund 5 Cent pro Stück (abgeleitet, Stückzahl nicht angegeben)
Nur Xylit als Süßungsmittel; Lecithine aus Soja; Tocopherol-Extrakte; kein Aspartam, kein Acesulfam K; vegan
ApaCare Gum Anti-Karies
56 % Xylitol; Stückgewicht nicht angegeben
4,49 € / 45 Stück; 10 Cent pro Stück
Acesulfam K; Curcuma longa und Chlorophyll (CI 75810) als Farbe; Calciumcarbonat; Hydroxylapatit, Menge nicht angegeben
Minvelle
817 mg Xylit pro 1,9-g-Stück (43 %); dazu 285 mg Erythrit (15 %)
24,99 € / 18 Stück; 1,39 € pro Stück; im Abo 15,00 € pro Box, 83 Cent pro Stück
Xylit und Erythrit als Süßungsmittel; 5,7 mg Nano-Hydroxylapatit pro Stück; Chios-Mastix; kein Aspartam, kein Acesulfam K, kein Sorbit
Mentos Pure Fresh
Xylitol 32 % der Süßungsmittel (nicht des Gewichts); 2 g pro Stück (70 g / 35 Stück)
Preis nicht angegeben (dm.de, 23.08.2026)
Aspartam, Acesulfam K; Sojalecithin; E321 (BHT)
Orbit Professional
26 % Xylit als führendes Süßungsmittel (eine Variante, laut codecheck.info); 42 g Packung
Preis nicht angegeben
Weitere Süßstoffe und Zusatzstoffe am 23.08.2026 nicht geprüft; gelistet bei mpreis.at und bipa.at
miradent Xylitol Chewing Gum
Xylit als einziges Süßungsmittel; 1 g pro Stück (30 g / 30 St.); Xylit-Menge nicht angegeben
3,59 € / 30 Stück; 12 Cent pro Stück
Sonnenblumen-Lecithin (kein Soja); Calciumcarbonat; Gummi arabicum; Carnaubawachs; kein Aspartam, kein Acesulfam K
Birkengold Xylit-Kaugummi Frucht
Auf der Produktseite nicht beziffert; die Kategorieseite nennt „über 70 %“ ohne exakte Zahl
1,89 € / 12 Stück; 16 Cent pro Stück
Nur Xylit als Süßungsmittel; Lecithine aus Soja (Allergen Soja); Tocopherol-Extrakte; kein Aspartam, kein Acesulfam K
Wrigley's Extra Professional White
Xylit und Sorbit, Anteile nicht angegeben
Preis nicht angegeben (dm.de, 23.08.2026)
Aspartam, Acesulfam K; E133 (Brillantblau); BHA (E320); Sojalecithin

Preise und Zutaten: Xucker (xucker.de, Fruchtmix-Set, 23.08.2026), ApaCare (apacare.de, Artikel 1100003, 23.08.2026), Minvelle (minvelle.com, Transparenz-Seite, 23.08.2026), Mentos und Wrigley's (dm.de, 23.08.2026), Orbit (codecheck.info, 23.08.2026), miradent (shop-apotheke.com, 30-Stück-Dose Minze, Frucht, Cranberry, 23.08.2026; Zutaten laut Händlerseite xucker.de), Birkengold (birkengold.com, 12-Stück-Packung Frucht, 23.08.2026). Preise pro Stück gerundet. „Nicht angegeben“ heißt: stand am Stichtag nicht auf der Produktseite. Wir schätzen nicht nach.

So ist die Tabelle sortiert, und warum es keinen Testsieger gibt

Die Reihenfolge folgt einer Regel: Zuerst kommen die Produkte, die den Xylit-Anteil am Gewicht beziffern, absteigend nach Prozent. Dann die, die einen Anteil an den Süßungsmitteln nennen (das ist eine andere Bezugsgröße, 32 % der Süßungsmittel können 10 % des Stücks sein). Dann die, die das Stück wiegen, aber die Xylit-Menge nicht nennen. Am Ende stehen die Produkte ohne jede Zahl. Das ist kein Qualitätsurteil, sondern eine Sortierung nach Offenlegung. Wer mehr beziffert, steht weiter oben, weil du ihn prüfen kannst.

Ein Testsieger-Siegel fehlt mit Absicht. Ein Siegel setzt voraus, dass eine Messung stattgefunden hat, die ein Produkt vor ein anderes stellt. Hier wurde nichts gemessen: keine Plaque-pH-Kurve, keine Speichelmenge, keine Kariesinzidenz. Verglichen wurden Etiketten, Produktseiten und Preise am 23. August 2026. Die großen Vergleichsportale setzen trotzdem ein Siegel, meist auf das Produkt mit den meisten Bewertungen. Das ist eine Beliebtheitsmessung, keine Wirkungsmessung, und sie verwechselt beides gern.

Drei Dinge lassen sich aus der Tabelle trotzdem ablesen. Erstens: Der Preisunterschied zwischen den reinen Xylit-Kaugummis ist klein. Xucker, ApaCare, miradent und Birkengold liegen zwischen rund 5 und 16 Cent pro Stück. Zweitens: Die Konzernprodukte bei dm (Wrigley's, Mentos) kombinieren Xylit mit Sorbit, Aspartam und Acesulfam K; Xylit ist dort ein Süßungsmittel unter mehreren, nicht das Konzept. Drittens: Nur zwei Produkte in der Tabelle enthalten Hydroxylapatit, und nur eines davon sagt, wie viel.

Preis pro Stück, einzeln gerechnet

Packungspreise sind zum Vergleichen unbrauchbar, weil eine Dose 12, 18, 30, 45 oder 700 Gramm fassen kann. Gekaut wird ein Stück. Also rechnen wir alles auf das Stück herunter, und wo der Hersteller die Stückzahl nicht nennt, steht dabei, woraus die Zahl abgeleitet ist.

Produkt
Packung
Pro Stück
Rechenweg
Xucker Fruchtmix-Set
25,79 € / 700 g
rund 5 Cent
74,5 % Xylit und ca. 1 g Xylit pro Stück ergeben rund 1,3 g pro Stück, also rund 520 Stück im Set. Abgeleitet, nicht angegeben.
ApaCare Gum
4,49 € / 45 Stück
10 Cent
4,49 geteilt durch 45. Ab 6 Dosen nennt apacare.de 3,59 € pro Dose, dann 8 Cent.
miradent
3,59 € / 30 Stück
12 Cent
3,59 geteilt durch 30, Dose Minze, Frucht oder Cranberry bei shop-apotheke.com.
Birkengold Frucht
1,89 € / 12 Stück
16 Cent
1,89 geteilt durch 12. Ab 24 Packungen 1,65 € pro Packung, dann 14 Cent.
Minvelle
24,99 € / 18 Stück
1,39 €, im Abo 83 Cent
24,99 geteilt durch 18. Abo: 29,99 € für 2 Boxen alle 4 Wochen, 15,00 € pro Box, geteilt durch 18.
Wrigley's, Mentos, Orbit
nicht angegeben
nicht berechenbar
Die Händlerseiten lieferten am Stichtag keinen abrufbaren Preis. Wir tragen keinen Schätzwert ein.

Minvelle kostet pro Stück rund das Neun- bis Achtundzwanzigfache der reinen Xylit-Kaugummis (1,39 Euro gegen 16 bis 5 Cent), im Abo das Fünf- bis Siebzehnfache. Das ist der Preis für 5,7 mg Nano-Hydroxylapatit und Chios-Mastix pro Stück, und es ist nur dann sinnvoll, wenn du genau das willst. Wer nur Xylit will, ist mit Xucker oder miradent günstiger bedient. Das schreiben wir, obwohl wir Minvelle verkaufen, weil die Tabelle sonst nichts wert wäre.

Produkt für Produkt: was auf dem Etikett steht

Xucker Xylit-Kaugummis Fruchtmix

Das offenste Etikett im Vergleich. Die Zutatenliste beginnt mit „Süßungsmittel: 74,5 % Xylit“, dann Kaumasse, natürliches Aroma, ätherisches Zitronenöl, Gummi arabicum, Glycerin, Lecithine aus Soja, Tocopherol-Extrakte, Carnaubawachs. Der Hersteller schreibt dazu „Ein Kaugummi enthält ca. 1 g Xylit“. Damit lässt sich alles rechnen: Bei 74,5 % und 1 g Xylit wiegt ein Stück rund 1,3 g, das 700-g-Set (100-g-Dose plus 600-g-Nachfüllpack) enthält rund 520 Stück, und der Preis von 25,79 Euro landet bei rund 5 Cent pro Stück. Die Stückzahl selbst nennt Xucker nicht, deshalb steht „abgeleitet“ in der Tabelle.

Was fehlt: Aspartam, Acesulfam K, Sucralose, Sorbit, BHT. Xucker wirbt ausdrücklich damit. Was drin ist und manche stört: Soja-Lecithin als Emulgator, deshalb steht Soja als Allergen auf der Packung. Wer Soja meidet, nimmt miradent (Sonnenblumen-Lecithin). Die Dose ist als Set gedacht, also Vorrat; die 100-g-Dose allein gibt es ebenfalls, zu anderem Stückpreis.

ApaCare Gum Anti-Karies

Neben Minvelle der einzige Kaugummi in der Tabelle, der Xylit mit Hydroxylapatit kombiniert. Zutaten laut apacare.de: Xylitol 56 %, Gum Base, Glycerin, Calciumcarbonat, Aroma, Gummi arabicum, Acesulfam K, Curcuma longa, CI 75810. Die 56 % sind beziffert, das Stückgewicht nicht, also lässt sich die Xylit-Menge pro Stück nicht berechnen. Der Hydroxylapatit-Gehalt steht nirgends in Milligramm. Die Dose mit 45 Stück kostet 4,49 Euro, ab sechs Dosen 3,59 Euro, macht 10 beziehungsweise 8 Cent pro Stück.

Zwei Dinge zum Einordnen. Acesulfam K ist ein synthetischer Süßstoff, der nichts mit Karies zu tun hat, er macht den Kaugummi süßer, als Xylit allein es täte. Und der Produktname „Anti-Karies“ ist eine Marketingentscheidung; die Studienlage zu Xylit-Kaugummi und Karies steht weiter unten, die zu Hydroxylapatit im Kaugummi ebenfalls. Wer eine Milligramm-Angabe für das Hydroxylapatit sucht, findet sie auf der Produktseite nicht, und unsere Übersicht der Hydroxylapatit-Dosen pro Stück zeigt, dass das in der Kategorie die Regel ist, nicht die Ausnahme.

Minvelle

Unser eigenes Produkt, nach denselben Regeln eingetragen. Die Zahlen stehen auf der Transparenz-Seite: 817 mg Xylit pro 1,9-g-Stück, das sind 43 %, dazu 285 mg Erythrit (15 %), 5,7 mg Nano-Hydroxylapatit (0,30 % des Stücks) und Chios-Mastix. Xylit steht an erster Stelle der Zutatenliste. Kein Aspartam, kein Acesulfam K, kein Sorbit. 18 Stück pro Box, ein Stück pro Tag, also 18 Tage. 24,99 Euro pro Box, im Abo 29,99 Euro für zwei Boxen alle vier Wochen, 15,00 Euro pro Box.

Die ehrliche Einordnung: Mit 43 % liegt der Xylit-Anteil unter Xucker (74,5 %) und ApaCare (56 %). Das liegt daran, dass ein 1,9-g-Stück neben Xylit noch Erythrit, Mastix, Kaumasse und Hydroxylapatit trägt. Wer Xylit-Menge pro Cent optimiert, kauft woanders. Wer einen Kaugummi will, bei dem jede Zutat in Milligramm steht, findet das in dieser Tabelle nur hier. Was die 5,7 mg können und was nicht, haben wir in Remineralisierender Kaugummi, getestet: ein Realitätscheck 2026 ausführlich aufgeschrieben, samt dem, was die Evidenz nicht hergibt.

Mentos Pure Fresh

Ein Drogerie-Kaugummi mit einer Zahl, die leicht falsch gelesen wird: „Xylitol 32 %“ bezieht sich auf die Süßungsmittel, nicht auf das Stück. Ein 2-g-Stück (70 g, 35 Stück laut dm.de) enthält also weniger als 0,64 g Xylit (32 % von 2 g wären 0,64 g, und die Süßungsmittel sind nur ein Teil des Stücks), je nachdem, wie viel der Mischung aus Sorbit und anderen Polyolen besteht. Dazu kommen Aspartam und Acesulfam K als Süßstoffe, Sojalecithin und E321, das ist Butylhydroxytoluol (BHT), ein Antioxidationsmittel für die Kaumasse. Der Preis war am Stichtag auf dm.de nicht abrufbar, deshalb steht er nicht in der Tabelle.

Orbit Professional

In Österreich bei MPreis und Bipa gelistet, 42-g-Packung. Für eine Variante nennt codecheck.info 26 % Xylit als führendes Süßungsmittel. Eine eigene Produktseite mit vollständiger Zutatenliste haben wir am Stichtag nicht gefunden, deshalb steht bei den weiteren Süßstoffen „nicht geprüft“, nicht „keine“. Der Unterschied ist wichtig: Wir tragen nichts ein, was wir nicht gesehen haben, und eine leere Zelle bedeutet nie „sauber“.

miradent Xylitol Chewing Gum

Der Apotheken-Klassiker. Die Zutatenliste ist kurz: Süßungsmittel Xylit, Kaumasse, Aroma, Gummi arabicum, Glycerin, Sonnenblumen-Lecithin, Calciumcarbonat, Carnaubawachs. Xylit ist das einzige Süßungsmittel, und die Dose beziffert das Stück: 30 g für 30 Stück, also 1 g pro Stück. Was fehlt, ist die Xylit-Menge in Milligramm; „einziges Süßungsmittel“ und „1 g Stück“ ergeben zusammen keine Prozentzahl, weil Kaumasse, Glycerin und Gummi arabicum unbekannte Anteile haben. Bei shop-apotheke.com kosten Minze, Frucht und Cranberry 3,59 Euro pro 30-Stück-Dose, 12 Cent pro Stück. Für Soja-Allergiker ist miradent die sauberste Wahl in der Tabelle, weil der Emulgator aus Sonnenblumen stammt.

Birkengold Xylit-Kaugummi Frucht

Die österreichische Xylit-Marke. Zutaten laut Produktseite: Süßungsmittel Xylit aus Birken- und Buchenrinde, Kaumasse, natürliches Aroma, Gummi arabicum, Glycerin, Zitronenöl, Lecithine aus Soja, Carnaubawachs, Tocopherol-Extrakte. Herkunft des Xylits: Finnland. Allergen: Soja. Die Packung mit 12 Stück kostet 1,89 Euro, ab 24 Packungen 1,65 Euro. Die Nährwerttabelle nennt 75 g Kohlenhydrate pro 100 g bei 0 g Zucker; das ist die Zeile, in der bei einem zuckerfreien Kaugummi die Zuckeralkohole landen.

Der Haken für diesen Vergleich: Auf der Produktseite steht keine Prozentzahl für Xylit. Auf der Kategorieseite schreibt Birkengold, die Kaugummis hätten „einen Xylit Anteil von über 70 %“. Das ist eine Herstellerangabe ohne exakte Zahl und ohne Bezug auf das einzelne Produkt, deshalb rangiert Birkengold in der Tabelle unter den bezifferten Produkten, nicht über ApaCare. Eine Zahl auf der Produktseite würde das sofort ändern.

Wrigley's Extra Professional White

Das Produkt, das bei „Xylit Kaugummi dm“ am häufigsten im Korb landet, und das in diesem Vergleich am wenigsten verrät. Süßungsmittel: Xylit und Sorbit, Anteile nicht angegeben. Dazu Aspartam, Acesulfam K, der blaue Farbstoff E133, das Antioxidationsmittel BHA (E320) und Sojalecithin. Preis am Stichtag nicht abrufbar. Der Name „Professional White“ verspricht Aufhellung; was Kaugummi da leisten kann, steht in unserem Artikel zu Whitening-Kaugummi. Für den Xylit-Vergleich zählt: Hier ist Xylit ein Süßungsmittel unter zweien, ohne Zahl, in einem Produkt mit zwei synthetischen Süßstoffen. Das ist eine andere Produktklasse als Xucker oder miradent.

Wo du welchen Xylit-Kaugummi bekommst: dm, Rossmann, Apotheke, online

Die Suchanfragen „Xylit Kaugummi dm“, „Xylit Kaugummi Rossmann“ und „Xylit Kaugummi Apotheke“ sind zusammen größer als „Xylit Kaugummi Test“. Die ehrliche Antwort lautet: Die Regale unterscheiden sich stärker als die Produkte.

dm

Führt Konzernmarken: Wrigley's Extra Professional White und Mentos Pure Fresh stehen auf dm.de. Beide kombinieren Xylit mit Sorbit und synthetischen Süßstoffen (Aspartam, Acesulfam K). Einen reinen Xylit-Kaugummi mit beziffertem Anteil haben wir im dm-Sortiment am 23. August 2026 nicht gefunden.

Rossmann

Am Stichtag nicht geprüft. Wir tragen für Rossmann keine Produkte ein, die wir nicht auf der Händlerseite gesehen haben. Wenn du dort etwas findest: Zutatenliste fotografieren, Xylit-Prozent suchen, Süßstoffe zählen. Die Checkliste unten funktioniert vor jedem Regal.

Apotheke und Versandapotheke

miradent Xylitol Chewing Gum (3,59 Euro pro 30 Stück bei shop-apotheke.com) ist der Apotheken-Standard: nur Xylit als Süßungsmittel, Sonnenblumen-Lecithin, kein Soja. ApaCare Gum mit 45 Stück haben wir am Stichtag direkt bei apacare.de zu 4,49 Euro gesehen; in welchen Apotheken er im Regal steht, haben wir nicht geprüft.

Online direkt beim Hersteller

Die Produkte mit den klarsten Zahlen verkaufen sich selbst: Xucker (xucker.de, 74,5 %), Birkengold (birkengold.com, auch bei kaufland.de gelistet), ApaCare (apacare.de, 56 %), Minvelle (minvelle.com, 817 mg pro Stück). Xucker vertreibt zusätzlich miradent. Wir verlinken keine Shops; die Namen reichen, um sie in zehn Sekunden zu finden.

Welche Wirkung hat Xylit-Kaugummi? Was Cochrane und die EFSA sagen

Hier trennt sich das, was die Produktseiten schreiben, von dem, was sich belegen lässt. Wir halten uns an zwei Arten von Dokumenten: systematische Übersichtsarbeiten auf PubMed und die Liste der in der EU zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben auf EUR-Lex. Beides kannst du selbst nachlesen, die Links stehen unten bei den Belegen.

Der Cochrane-Review 2015. Riley et al., Cochrane Database of Systematic Reviews, CD010743, haben 10 randomisierte Studien mit insgesamt 5.903 Teilnehmern ausgewertet. Der Hauptbefund betrifft nicht Kaugummi, sondern Zahnpasta: Eine Fluorid-Zahnpasta mit 10 % Xylit senkte über 2,5 bis 3 Jahre die Karies um etwa 13 % gegenüber einer reinen Fluorid-Zahnpasta, bei Evidenz niedriger Qualität, weil die beiden Studien von denselben Autoren in derselben Population stammen. Für alle übrigen Xylit-Produkte, die Autoren nennen Lutschtabletten, Sirup, Tabletten und Tücher, reichte die Evidenz nicht aus, um einen Nutzen festzustellen; die Konfidenzintervalle waren mit weniger und mit mehr Karies vereinbar. Der Schlusssatz der Zusammenfassung lautet sinngemäß: Die vorhandene Evidenz ist von niedriger bis sehr niedriger Qualität und reicht nicht aus, um zu beurteilen, ob andere Xylit-Produkte Karies bei Säuglingen, Kindern oder Erwachsenen verhindern. Kaugummi fällt unter diese anderen Produkte.

Der systematische Review 2024. Ortiz-Sáez et al., Journal of Clinical and Experimental Dentistry, 2024, haben neun klinische Studien zu Xylit und Streptococcus mutans nach PRISMA-Kriterien gesichtet. Ihr Ergebnis in einem Satz, den wir wörtlich übersetzen: Der vorbeugende Effekt von Xylit gegen Zahnkaries kann nicht bestätigt werden. Die Autoren begründen das mit stark unterschiedlichen Studiengruppen, Beobachtungszeiträumen und Tagesdosen und fordern standardisierte Protokolle. Das ist kein Beleg dafür, dass Xylit nichts tut. Es ist der Beleg dafür, dass es nach 50 Jahren Forschung keine belastbare Zahl gibt, mit der ein Kaugummi-Hersteller werben dürfte.

Was die EU erlaubt. Die Verordnung (EU) Nr. 432/2012 listet jede gesundheitsbezogene Angabe, die ein Lebensmittel in der EU tragen darf. Für zuckerfreien Kaugummi stehen dort drei Zeilen, wir haben sie am 23. August 2026 in der konsolidierten Fassung nachgelesen: „Zuckerfreier Kaugummi trägt zur Erhaltung der Zahnmineralisierung bei“, „Zuckerfreier Kaugummi trägt zur Neutralisierung der Säuren des Zahnbelags bei“ und „Zuckerfreier Kaugummi trägt zur Verringerung von Mundtrockenheit bei“. Bedingung für die ersten beiden: mindestens 20 Minuten Kauen nach dem Essen oder Trinken; für die dritte: Kauen bei jedem Trockenheitsgefühl. Alle drei gelten für die Kategorie „zuckerfreier Kaugummi“. Ein Sorbit-Kaugummi darf sie genauso tragen wie ein Xylit-Kaugummi.

Für Xylit selbst gibt es in derselben Verordnung eine Zeile, die ihn mit Sorbit, Mannit, Maltit, Lactit, Isomalt, Erythrit, Sucralose und Polydextrose in einen Topf wirft: Wer Zucker durch einen dieser Stoffe ersetzt, darf sagen, das Lebensmittel trage zur Erhaltung der Zahnmineralisierung bei, sofern der Plaque-pH während und bis 30 Minuten nach dem Verzehr nicht unter 5,7 fällt. Die EFSA hat Xylit also keine Aussage zugestanden, die Sorbit nicht auch bekommt. Wenn ein Hersteller „Xylit statt Sorbit“ als Gesundheitsvorteil verkauft, ist das seine Meinung, keine zugelassene Angabe.

Was sich daraus sagen lässt, und was nicht

Sagen lässt sich: Zuckerfreier Kaugummi nach dem Essen, 20 Minuten, regt den Speichel an, puffert Plaque-Säuren und hilft gegen Mundtrockenheit. Das ist zugelassen und für jeden zuckerfreien Kaugummi gültig. Nicht sagen lässt sich: dass Xylit-Kaugummi Karies verhindert, dass er „Karies heilt“ oder dass er Zähne „repariert“. Dafür gibt es keine zugelassene Angabe und keine Übersichtsarbeit, die es trägt. Mehr zum Mechanismus und zu den Grenzen in Kaugummi gegen Karies: was funktioniert wirklich?

Hydroxylapatit im Xylit-Kaugummi: ApaCare und Minvelle

Zwei der acht Produkte enthalten neben Xylit Hydroxylapatit, das Calciumphosphat, aus dem Zahnschmelz zum Großteil besteht. ApaCare nennt keine Menge, Minvelle nennt 5,7 mg Nano-Hydroxylapatit pro Stück. Beide Produkte verkaufen sich über diesen Zusatz, also gehört hierher, was die Forschung zu Hydroxylapatit im Kaugummi tatsächlich hergibt. Kurz: zwei Studien, beide ohne Kariesendpunkt, keine Übersichtsarbeit.

Porciani et al. 2014 (Journal of Clinical Dentistry, PMID 25122980): doppelblind, placebokontrolliert, 107 Teilnehmer eingeschlossen, 100 haben abgeschlossen, 50 pro Gruppe. Der Test-Kaugummi enthielt Calcium-Hydroxylapatit und Dicalciumphosphat-Dihydrat, der Placebo-Kaugummi war identisch ohne diese beiden Stoffe. Gekaut wurden zwei Stück dreimal täglich. Gemessen wurde Dentin-Überempfindlichkeit nach einer und zwei Wochen, über drei klinische Reize (Berührung, Luftstoß, kaltes Wasser) und einen subjektiven Index. Nach zwei Wochen lag die Test-Gruppe bei allen vier Maßen statistisch signifikant unter der Placebo-Gruppe. Kein Kariesendpunkt, keine Remineralisationsmessung, zwei Wochen Laufzeit.

Hassani et al. 2023 (Journal of the Mechanical Behavior of Biomedical Materials, PMID 37852085): eine In-situ-Studie, einfach verblindet. Die Teilnehmer trugen herausnehmbare Apparaturen mit je sechs Schmelzproben und kauten Kaugummi aus Pistazienharz (Saqqez) in drei Varianten: mit 10 % pflanzlich synthetisiertem Nano-Hydroxylapatit, mit 10 % kommerziellem synthetischem Nano-Hydroxylapatit, oder ohne Zusatz. Der Calciumgehalt der Schmelzproben war in den Hydroxylapatit-Gruppen höher, am höchsten mit dem synthetischen Material; beim Phosphor gab es keinen Unterschied zwischen den Gruppen. Auch hier: kein Kariesendpunkt, ein Harz-Kaugummi, der keinem Produkt in unserer Tabelle gleicht.

Eine systematische Übersichtsarbeit zu Hydroxylapatit in Kaugummi als Trägerform existiert nach unserer Recherche nicht. Die Reviews, die es gibt, betreffen Zahnpasten. Wer also mit „klinisch bestätigt“ für einen Hydroxylapatit-Kaugummi wirbt, meint entweder die Zahnpasta-Literatur oder eine der beiden Studien oben, und keine davon hat sein Produkt gemessen. Das gilt für ApaCare, und es gilt für uns. Wie man die Dosis-Angaben der Marken liest und warum Nano- und Nicht-Nano-Milligramm nicht vergleichbar sind, steht in der Milligramm-Übersicht.

Ist Xylit schädlich? Hunde, Darm, Kinder

Hunde. Das ist der wichtigste Sicherheitshinweis in diesem Artikel, und er hat nichts mit deinen Zähnen zu tun. Xylit ist für Hunde giftig. Die US-Arzneimittelbehörde FDA beschreibt den Mechanismus: Beim Hund löst Xylit eine massive Insulinausschüttung aus, der Blutzucker stürzt ab, in höheren Mengen drohen Leberschäden. Zuckerfreier Kaugummi ist eine der häufigsten Quellen, weil Dosen in Taschen und auf Tischen liegen. Birkengold warnt auf der eigenen Produktseite ebenfalls davor. Praktisch heißt das: Dose nie offen liegen lassen, ausgespuckten Kaugummi sofort entsorgen, und wenn ein Hund Xylit gefressen haben könnte, ist das ein Notfall für den Tierarzt, nicht eine Frage für morgen. Das gilt für jedes Produkt in dieser Tabelle, auch für unseres. Mehr zur Haustier-Sicherheit, auch im Vergleich mit Erythrit, in Erythrit vs. Xylit für die Zähne.

Darm. Für Menschen ist Xylit als Lebensmittelzutat in der EU zugelassen. Der bekannte Nebeneffekt ist der abführende: Zuckeralkohole werden im Dünndarm nur teilweise aufgenommen, der Rest zieht Wasser in den Darm. Die EU regelt das mit einer Kennzeichnungspflicht in Anhang III der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011: Lebensmittel mit über 10 % zugesetzten mehrwertigen Alkoholen müssen den Satz „kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken“ tragen. Jeder Kaugummi in unserer Tabelle mit beziffertem Xylit-Anteil liegt weit über 10 %, also muss dieser Satz auf der Packung stehen. Der Cochrane-Review listet als berichtete Nebenwirkungen der Xylit-Produkte Mundwunden, Krämpfe, Blähungen, Verstopfung und weichen Stuhl oder Durchfall; vier der zehn Studien berichteten keine Nebenwirkungen. Wer mehrere Stück am Tag kaut, merkt die Schwelle schnell und findet sie selbst; bei einem Stück am Tag ist sie für die meisten Erwachsenen nicht erreicht.

Kinder. Die Suchanfrage „Xylit Kaugummi Kinder“ hat zwei Ebenen. Die erste ist die Form: Ein Kind muss Kaugummi kauen und ausspucken können, ohne ihn zu verschlucken oder einzuatmen; das ist eine Frage der Bereitschaft, nicht des Geburtstags. Die zweite ist die Menge: Die abführende Schwelle liegt bei kleinen Körpern tiefer, und die Dosen in den Kinderstudien des Cochrane-Reviews (etwa 8 g Xylit-Sirup pro Tag bei Säuglingen) sind nichts, was du mit Drogerie-Kaugummi nachbauen solltest. Alter, Risiken und die Studienlage bei Kindern haben wir in Kaugummi für Kinder: das richtige Alter, die echten Risiken zusammengetragen. Dieser Vergleich hier ist für Erwachsene geschrieben.

Xylit gegen die anderen Süßungsmittel im Kaugummi

Die Tabelle zeigt vier Gruppen von Süßungsmitteln, und es lohnt sich, sie auseinanderzuhalten. Erstens Xylit allein (Xucker, miradent, Birkengold): ein Zuckeralkohol, den Plaque-Bakterien nicht zu Säure vergären. Zweitens Xylit plus Erythrit (Minvelle): Erythrit ist ebenfalls ein Zuckeralkohol, wird fast vollständig über den Urin ausgeschieden und belastet den Darm deshalb weniger als Xylit. Drittens Xylit plus Sorbit (Wrigley's, Mentos): Sorbit ist der billigste Zuckeralkohol, wird von manchen Plaque-Bakterien langsam vergoren und bekommt von der EFSA dieselbe Mineralisierungs-Angabe wie Xylit. Viertens synthetische Süßstoffe als Zusatz (Aspartam, Acesulfam K bei Wrigley's, Mentos und ApaCare): sie liefern Süße ohne Masse und haben mit Karies weder positiv noch negativ zu tun.

Was das für die Kaufentscheidung heißt: Wer Xylit wegen seiner Chemie kauft, will ihn als Hauptzutat, nicht als Beimischung. Ein Kaugummi, bei dem Sorbit vor Xylit steht und zwei synthetische Süßstoffe folgen, ist ein zuckerfreier Kaugummi mit etwas Xylit drin, und der EFSA-Status ist derselbe wie ohne. Die vollständige Rangfolge der Süßungsmittel für die Zähne, von Xylit bis Sucralose, steht in Sucralose, Stevia, Xylit: welcher Süßstoff schont die Zähne?

Die Checkliste vor dem Kauf: fünf Zeilen, die du auf jedem Etikett suchst

1. Steht eine Prozentzahl hinter „Xylit“?

Xucker schreibt 74,5 %, ApaCare 56 %, Minvelle 43 %. Fehlt die Zahl, weißt du nur, dass Xylit drin ist, nicht wie viel. Bei Mentos und Orbit prüfst du, worauf sich die Prozentzahl bezieht: auf die Süßungsmittel oder auf das Stück. Das ist ein Unterschied um den Faktor drei.

2. Wie viele Süßungsmittel stehen in der Liste?

Eines (Xylit) ist die reine Variante. Zwei Zuckeralkohole (Xylit, Erythrit) sind ebenfalls klar. Xylit plus Sorbit plus Aspartam plus Acesulfam K ist ein Drogerie-Kaugummi, der Xylit als Verkaufsargument trägt.

3. Welcher Emulgator?

„Lecithine (aus Soja)“ bei Xucker, Birkengold, Wrigley's, Mentos. „Sonnenblumen-Lecithin“ bei miradent. Für Soja-Allergiker ist das die wichtigste Zeile der Liste.

4. Steht BHA oder BHT (E320, E321) drin?

Beides sind synthetische Antioxidationsmittel für die Kaumasse, bei Wrigley's (BHA) und Mentos (BHT) enthalten. Xucker und Birkengold nutzen stattdessen Tocopherol-Extrakte, also Vitamin-E-Verwandte. Beide Wege sind zugelassen; welchen du willst, entscheidest du.

5. Steht der Preis pro Stück irgendwo?

Fast nie. Rechne selbst: Packungspreis durch Stückzahl. Fehlt die Stückzahl, wie beim Xucker-Set, rechnest du über Gewicht und Stückgewicht und schreibst „abgeleitet“ daneben, wie wir. Ein Kaugummi, der dir keine dieser fünf Zeilen liefert, gehört in keine Tabelle, auch nicht in unsere.

Was dieser Vergleich nicht kann

Er kann dir nicht sagen, welcher Kaugummi besser schmeckt, wie lange die Kaumasse hält oder wie schnell die Süße weg ist. Das sind Kautest-Fragen, und dieser Artikel ist ein Etiketten- und Preisvergleich. Er kann dir auch nicht sagen, welcher Kaugummi mehr gegen Karies tut, weil es dafür, wie oben belegt, für kein Produkt eine Messung gibt. Was er kann: dir in einer Minute zeigen, wer seine Zahlen nennt, wer Soja verwendet, wer Aspartam zusetzt und was ein Stück kostet. Damit kaufst du informierter als mit jedem Siegel.

Wenn du den größeren Rahmen willst, nach welchen Kriterien ein zuckerfreier Kaugummi überhaupt geprüft werden sollte, Dosis, Mengen, Labordokumente, Garantie, steht der in Bester zuckerfreier Kaugummi 2026: der Etiketten-Test. Dieser Artikel hier wendet einen Teil dieser Kriterien auf die Xylit-Produkte an, die du in DACH tatsächlich kaufen kannst.

Häufige Fragen

Sind Kaugummis mit Xylit gesund?

Zuckerfreier Kaugummi darf nach der Verordnung (EU) 432/2012 drei Aussagen tragen: Er trägt zur Erhaltung der Zahnmineralisierung bei, zur Neutralisierung der Säuren des Zahnbelags und zur Verringerung von Mundtrockenheit, jeweils bei mindestens 20 Minuten Kauen nach dem Essen oder Trinken. Diese Aussagen gelten für zuckerfreien Kaugummi als Kategorie, nicht für Xylit allein. Ob Xylit-Kaugummi darüber hinaus Karies verhindert, ist nach dem Cochrane-Review 2015 nicht ausreichend belegt, und der systematische Review von 2024 schreibt, der vorbeugende Effekt könne nicht bestätigt werden. Mehr als 10 % Zuckeralkohole erfordern den Hinweis, dass das Produkt bei übermäßigem Verzehr abführend wirken kann. Für Hunde ist Xylit giftig.

Was sagen Zahnärzte zu Xylit?

Wir zitieren hier keinen Zahnarzt, den wir nicht benennen können. Belegbar ist, was die Fachliteratur sagt: Der Cochrane-Review von Riley et al. 2015 (10 Studien, 5.903 Teilnehmer) fand Evidenz niedriger Qualität für etwa 13 % weniger Karies durch Fluorid-Zahnpasta mit Xylit gegenüber Fluorid allein; für alle anderen Xylit-Produkte, Kaugummi eingeschlossen, reichte die Evidenz nicht aus. Der Review von 2024 (PMID 39544205) schreibt, der vorbeugende Effekt könne nicht bestätigt werden. Die EFSA erlaubt für Xylit als Zuckerersatz die Aussage, dass er zur Erhaltung der Zahnmineralisierung beiträgt, dieselbe Aussage, die auch Sorbit oder Erythrit bekommen. Was deine Zahnärztin zu deinem Mund sagt, hängt von deinem Kariesrisiko ab; frag sie.

Welche Wirkung hat Xylit Kaugummi?

Zwei Dinge sind gesichert: Xylit ist kein Zucker, Plaque-Bakterien vergären ihn nicht zu Säure, und das Kauen selbst regt den Speichelfluss an. Daraus folgen die drei EU-zugelassenen Aussagen für zuckerfreien Kaugummi (Zahnmineralisierung, Plaque-Säuren, Mundtrockenheit) bei mindestens 20 Minuten Kauen nach dem Essen. Nicht gesichert ist ein zusätzlicher Karies-Schutz durch Xylit im Kaugummi: Cochrane 2015 nennt die Evidenz unzureichend, der Review von 2024 bestätigt den Effekt nicht. Ein Kaugummi ersetzt das Zähneputzen mit Fluorid nicht.

Wie viel Xylit hat ein Kaugummi?

Je nach Produkt zwischen rund 0,8 und 1 Gramm pro Stück, wenn der Hersteller es überhaupt beziffert. Xucker nennt 74,5 % Xylit und ca. 1 g Xylit pro Stück. miradent wiegt 1 g pro Stück mit Xylit als einzigem Süßungsmittel, beziffert die Xylit-Menge aber nicht. ApaCare nennt 56 % Xylitol, ohne Stückgewicht. Minvelle veröffentlicht 817 mg Xylit pro 1,9-g-Stück (43 %). Mentos Pure Fresh nennt 32 % Xylitol, bezogen auf die Süßungsmittel, nicht auf das Gewicht. Orbit Professional liegt bei einer Variante bei 26 %. Birkengold beziffert den Anteil auf der Produktseite nicht, Wrigley's Extra Professional White auch nicht. Stand 23. August 2026.

Gibt es Xylit-Kaugummi bei dm, Rossmann oder in der Apotheke?

Bei dm stehen Konzernprodukte wie Wrigley's Extra Professional White und Mentos Pure Fresh, die Xylit mit Sorbit, Aspartam und Acesulfam K kombinieren. Für Rossmann haben wir am 23. August 2026 keine Listung geprüft. In der Versandapotheke (shop-apotheke.com) gibt es miradent Xylitol Chewing Gum mit Xylit als einzigem Süßungsmittel, 3,59 Euro pro 30 Stück. Die Kaugummis mit beziffertem Xylit-Anteil, Xucker, Birkengold, ApaCare, Minvelle, kaufst du direkt beim Hersteller online.

Ist Xylit schädlich?

Für Hunde ja: Xylit löst bei Hunden einen Blutzuckerabsturz und Leberschäden aus, schon kleine Mengen gelten als Notfall, die Dose gehört außer Reichweite. Für Menschen ist Xylit in Lebensmitteln in der EU zugelassen; bei höheren Mengen wirkt er abführend, weshalb Lebensmittel mit über 10 % zugesetzten Zuckeralkoholen den Hinweis tragen müssen, dass sie bei übermäßigem Verzehr abführend wirken können. Der Cochrane-Review listet als Nebenwirkungen Blähungen, Krämpfe, Verstopfung und weichen Stuhl.

Dürfen Kinder Xylit-Kaugummi kauen?

Die Hürde ist die Form, nicht der Inhaltsstoff: Ein Kind muss Kaugummi kauen und ausspucken können, ohne ihn zu verschlucken. Die Mengen aus den Kinderstudien und die abführende Schwelle liegen bei kleinen Körpern tiefer. Die Details nach Alter stehen in unserem Artikel zu Kaugummi für Kinder.

Glossar

Xylit (Xylitol): Ein Zuckeralkohol mit fünf Kohlenstoffatomen, industriell aus Birken- oder Buchenholz beziehungsweise Maisspindeln gewonnen. Plaque-Bakterien vergären ihn nicht zu Säure. Süßkraft etwa wie Zucker, rund 40 % weniger Kalorien.

Zuckeralkohol (Polyol, mehrwertiger Alkohol): Die Stoffklasse, zu der Xylit, Sorbit, Erythrit, Maltit und Isomalt gehören. Teilweise unverdaut, deshalb ab 10 % Zusatz kennzeichnungspflichtig als potenziell abführend.

Xylit-Anteil am Gewicht vs. an den Süßungsmitteln: „74,5 % Xylit“ bei Xucker meint das ganze Stück. „Xylitol 32 % der Süßungsmittel“ bei Mentos meint nur den Süßungsmittel-Anteil, der selbst nur ein Teil des Stücks ist. Die zweite Zahl ist immer kleiner, als sie aussieht.

Zahnmineralisierung: Der Mineralgehalt des Zahnschmelzes, der unter Säure sinkt und unter Speichel steigt. „Trägt zur Erhaltung der Zahnmineralisierung bei“ ist die EU-zugelassene Formulierung für zuckerfreien Kaugummi und für Zuckerersatzstoffe.

Acesulfam K, Aspartam: Synthetische Süßstoffe mit sehr hoher Süßkraft, in Drogerie-Kaugummis üblich, um die Süße der Zuckeralkohole zu verstärken. Keine Kariesrelevanz. Aspartam erfordert den Hinweis „enthält eine Phenylalaninquelle“.

BHA (E320), BHT (E321): Synthetische Antioxidationsmittel, die das Ranzigwerden der Kaumasse verhindern. Alternative: Tocopherol-Extrakte (Vitamin-E-Verwandte), wie bei Xucker und Birkengold.

Hydroxylapatit: Das Calciumphosphat-Mineral, aus dem Zahnschmelz zum Großteil besteht. In Kaugummi bei ApaCare (Menge nicht angegeben) und Minvelle (5,7 mg Nano-Hydroxylapatit pro Stück). Zwei Studien zu Kaugummi, keine mit Kariesendpunkt.

Cochrane-Review: Eine systematische Übersichtsarbeit nach den Methoden der Cochrane Collaboration, die alle randomisierten Studien zu einer Frage sammelt, nach Verzerrungsrisiko bewertet und zusammenrechnet. Der Goldstandard, wenn es darum geht, ob etwas wirkt.

Hinweis: Dieser Artikel dient der Information. Er ist keine medizinische Beratung, diagnostiziert und behandelt nichts und ersetzt keine zahnärztliche Beratung. Sprich mit deinem Zahnarzt oder deiner Zahnärztin, bevor du deine Mundpflege umstellst. Preise und Zutaten wurden am 23. August 2026 auf den genannten Händler- und Herstellerseiten abgerufen und können sich seitdem geändert haben; Rezepturen ändern sich ohne Ankündigung, die Packung in deiner Hand gilt.

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Über den Autor

Max, Gründer von Minvelle, baut eine österreichische Oral-Care-Marke nach einer Regel: Zahlen veröffentlichen, Belege nennen, und klar sagen, was ein Produkt nicht kann. Er ist kein Zahnarzt und tut auch online nicht so, weshalb jeder Artikel auf diesem Blog am Ende zu deinem schickt. Die komplette Formel hinter Minvelle, jede Zutat in Milligramm, steht öffentlich auf der Transparenz-Seite. Konkurrenzprodukte werden in diesem Blog nach denselben Regeln eingetragen wie das eigene; Korrekturen mit Beleg landen binnen 48 Stunden im Artikel.

Die Minvelle-Zeile aus der Tabelle

817 mg Xylit, 5,7 mg Nano-Hydroxylapatit, jede Zutat in Milligramm.

Xylit an erster Stelle, Erythrit statt Sorbit, kein Aspartam, kein Acesulfam K. 18 Stück pro Box, ein Stück am Tag nach dem Kaffee oder dem Mittagessen, 24,99 Euro. 30 Tage Geld zurück auf ungeöffnete Boxen. Die Formel und das Laborblatt stehen offen auf der Transparenz-Seite, damit du die Tabelle oben gegen uns prüfen kannst.

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