Zahnpflegekaugummi Test 2026: was die Packungen wirklich verraten

Vergleich

Zahnpflegekaugummi Test 2026: was die Packungen wirklich verraten

Neun Zahnpflegekaugummis aus Drogerie, Apotheke und Onlinehandel, gelesen wie ein Wirtschaftsprüfer: Preis pro Stück, Xylit-Anteil, Hydroxylapatit-Dosis, Zusatzstoffe. Dazu die drei Sätze, die ein Kaugummi in der EU überhaupt behaupten darf, und die Studien, die dahinterstehen oder eben nicht.

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Max, Gründer von Minvelle
Aktualisiert August 2026 · Zuletzt geprüft: 23. August 2026 · Preise und Etiketten am 23. August 2026 auf den Händlerseiten abgelesen
· 24 Min. Lesezeit · 🦷 Vergleich
Kurzantwort

Alle neun Kaugummis in diesem Vergleich sind zuckerfrei, und damit haben alle neun Anspruch auf dieselbe zugelassene EU-Angabe: Zuckerfreier Kaugummi trägt zur Erhaltung der Zahnmineralisierung bei, sofern du ihn mindestens 20 Minuten nach dem Essen kaust. Der Unterschied steckt im Kleingedruckten. Einen Xylit-Anteil als Gewichtsanteil nennen zwei (ApaCare 56 %, Xucker 74,5 %). Hydroxylapatit enthalten drei (ApaCare, Dentagum, Minvelle), eine Milligramm-Zahl pro Stück nennt davon nur Minvelle (5,7 mg). Der Preis pro Stück reicht von 0,07 € (Extra Professional White, dm) bis 1,39 € (Minvelle, Einzelbox). Kein Kaugummi ersetzt das Zähneputzen, und keine der drei Hydroxylapatit-Marken hat ihr fertiges Produkt an Menschen auf Karies geprüft.

Transparenz: Dieser Artikel stammt von Minvelle, das eines der neun Produkte verkauft. Jede Zahl in der Tabelle ist am 23. August 2026 von der genannten Händler- oder Herstellerseite abgelesen, und was dort nicht steht, steht auch hier nicht. Prüf uns am härtesten.

Der eine Kaugummi mit Milligramm-Angabe

Minvelle ist ein zuckerfreier Kaugummi mit 5,7 mg Nano-Hydroxylapatit pro Stück, ein Stück pro Tag nach dem Essen, 18 Stück pro Box für 18 Tage, als Ergänzung zum Putzen mit Fluorid. Die Dosis steht auf der Produktseite, damit du sie mit der Tabelle unten vergleichen kannst.

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Die Tabelle: neun Zahnpflegekaugummis, Packung für Packung

Sortiert nach Vertriebsweg, nicht nach Note. Eine Note gibt es hier nicht, weil es keine Messung gibt, die sie rechtfertigen würde. Was es gibt, sind Etiketten, Händlerpreise und Studien, und die kann jeder nachlesen.

Produkt Preis (Händler, 23.08.2026) Stück / Packung Preis pro Stück Süßungsmittel, Xylit-Anteil Hydroxylapatit Weitere Zusätze / Allergene Wo
ApaCare Gum Anti-Karies 4,49 € (apacare.de) 45 0,10 € Xylitol 56 % (Gewicht) ja, mg nicht angegeben Acesulfam K, Curcuma, Chlorophyll Apotheke, online
miradent Xylitol Chewing Gum 3,59 € (shop-apotheke.com) 30 0,12 € 100 % Xylit als Süßungsmittel, Menge pro Stück nicht angegeben nein Sojalecithin, Carnaubawachs Apotheke, online
Birkengold Xylit-Kaugummi 1,89 € (birkengold.com) 12 0,16 € Xylit als Süßungsmittel, Anteil nicht angegeben nein enthält Soja online (Herstellershop)
Xucker Xylit-Kaugummis 4,99 € / 100-g-Dose (xucker.de) nicht angegeben nicht berechenbar Xylit 74,5 % (Gewicht), ca. 1 g pro Stück nein enthält Soja online
Extra Professional White 3,45 € (dm.de) 50 0,07 € Xylit + Sorbit, Anteile nicht angegeben nein Aspartam, Acesulfam K, E133, BHA, Sojalecithin Drogerie
Orbit Professional nicht geprüft 42-g-Packung nicht berechenbar eine Variante 26 % Xylit (Etikett laut codecheck.info) nein nicht geprüft Bipa, Mpreis (AT)
Mentos Pure Fresh Mint 2,95 € (dm.de) 35 (70 g) 0,08 € Xylitol 32 % der Süßungsmittel nein Aspartam, Acesulfam K, E321, Sojalecithin Drogerie
Dentagum nicht geprüft (nur Amazon.de) 60 nicht berechenbar Xylit + Erythrit, Anteile nicht angegeben Nano-HAp, mg nicht angegeben Eierschalenkalzium, Aktivkohle, Propolis u. a. nur Amazon.de
Minvelle 24,99 € / Box (minvelle.com); Abo 15,00 € / Box 18 1,39 € (Abo 0,83 €) Xylit + Erythrit, Anteile nicht veröffentlicht Nano-HAp, 5,7 mg pro Stück (veröffentlicht) Mastix, Eierschalenkalzium nur online

Preise am 23. August 2026 abgelesen auf apacare.de (Einzeldose; ab 6 Dosen 3,59 €), shop-apotheke.com (Sorte Spearmint), birkengold.com (Sorte Pfefferminze, 12er-Blister), xucker.de (Sorte Spearmint, 100-g-Dose; das 700-g-Set kostet 25,79 €), dm.de (Extra Professional White 50 Stück; die 10er-Packung kostet 1,25 €; Mentos Pure Fresh Mint 35 Stück) und minvelle.com (1 Box 24,99 € zuzüglich 3,99 € Versand; Abo 29,99 € für 2 Boxen alle 4 Wochen). Orbit Professional und Dentagum ohne Preisprüfung: Orbit ist laut Recherche vom 23. August bei bipa.at und mpreis.at gelistet, Dentagum in DACH nur über Amazon.de, dessen Preise täglich schwanken. Preis pro Stück ist gerundet. Zutaten nach Händler- oder Herstellerangabe; "nicht angegeben" heißt: steht dort nicht, und ich schätze es nicht. Die Hydroxylapatit-Spalte folgt der Hydroxylapatit-Kaugummi-Datenbank, in der jede Zelle datiert belegt ist.

Wie dieser Test funktioniert, und was er nicht ist

Das hier ist ein Etiketten- und Preis-Test. Keine Laborstudie, keine Probanden, keine Kauproben mit Punktesystem. Ich habe für jedes Produkt drei Dinge festgehalten, die auf jeder Packung stehen müssten, damit ein Vergleich überhaupt möglich ist: Ist der Kaugummi zuckerfrei im Sinne der EU-Definition? Welche Süßungsmittel sind drin, und wie viel Xylit davon? Enthält er Hydroxylapatit, und wenn ja, wie viele Milligramm pro Stück?

Dazu kommt der Preis pro Stück, weil der in der Kategorie um den Faktor 20 schwankt und die Packungsgrößen das verschleiern: 12 Stück im Blister, 45 in der Dose, 700 Gramm im Set. Der Stückpreis ist die einzige Zahl, mit der sich ein Xylit-Kaugummi aus dem Bioladen mit einem Drogeriekaugummi vergleichen lässt. Wo die Stückzahl nicht angegeben ist, steht "nicht berechenbar", und nicht irgendeine Schätzung.

Was dieser Test bewusst nicht tut: Er wertet nicht nach Geschmack, Konsistenz oder Kaudauer, weil das mein Geschmack wäre und nicht deiner. Er vergibt keine Sterne. Und er behauptet für keines der neun Produkte eine Wirkung, die nicht durch eine zugelassene EU-Angabe oder eine zitierte Studie gedeckt ist. Das schließt den Kaugummi ein, den ich selbst verkaufe. Wenn du nach einem Ranking suchst, in dem Produkt A "Testsieger" wird, weil es in einem Labor 12 Prozent besser remineralisiert hat als Produkt B: Diese Vergleichsstudie zwischen Marken gibt es nicht, und wer dir so eine Zahl zeigt, sollte dir die Studie dazu zeigen können.

Die Methodik für den Teil, der über das Etikett hinausgeht, also wie du einen Kaugummi über Wochen im eigenen Mund beobachtest, steht in unserem Realitätscheck Remineralisierender Kaugummi, getestet. Weiterlesen lohnt sich dort, wenn du nach dieser Tabelle wissen willst, wie man die Wirkstoffe überhaupt beurteilt.

Was ein Zahnpflegekaugummi in der EU behaupten darf

"Zahnpflegekaugummi" ist kein geschützter Begriff. Es gibt keine Norm, keine Mindestdosis, keine Prüfstelle. Was es gibt, ist die Verordnung (EU) Nr. 432/2012 mit der Liste der zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben, und die ist für Kaugummi erstaunlich kurz. Ich habe die konsolidierte Fassung am 23. August 2026 auf EUR-Lex geöffnet. Für zuckerfreien Kaugummi stehen dort genau drei Angaben:

1. "Zuckerfreier Kaugummi trägt zur Erhaltung der Zahnmineralisierung bei."

Bedingung: Der Verbraucher muss darüber unterrichtet werden, dass sich die positive Wirkung bei mindestens 20-minütigem Kauen nach dem Essen oder Trinken einstellt.

2. "Zuckerfreier Kaugummi trägt zur Neutralisierung der Säuren des Zahnbelags bei."

Gleiche Bedingung: mindestens 20 Minuten Kauen nach dem Essen oder Trinken.

3. "Zuckerfreier Kaugummi trägt zur Verringerung von Mundtrockenheit bei."

Bedingung: Die Wirkung stellt sich ein, wenn der Kaugummi jedes Mal bei Trockenheitsgefühl im Mund verwendet wird.

Alle drei Angaben hängen an einem einzigen Wort: zuckerfrei. Und "zuckerfrei" ist in der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 definiert als nicht mehr als 0,5 g Zucker pro 100 g (Anhang der Verordnung auf EUR-Lex). Keine der drei Angaben nennt Xylit, Hydroxylapatit, Calcium oder irgendeinen Markenwirkstoff. Der Mechanismus, den die EU anerkennt, ist das Kauen selbst: Es regt den Speichelfluss an, und Speichel puffert Säure und trägt Calcium und Phosphat an den Zahn.

Das hat eine Konsequenz, die in keiner Werbung steht: Ein Extra Professional White für 0,07 € pro Stück hat auf die Angabe "trägt zur Erhaltung der Zahnmineralisierung bei" denselben Anspruch wie ein ApaCare Kaugummi für 0,10 € oder ein Minvelle Kaugummi für 1,39 €. Was die teureren Produkte zusätzlich versprechen, läuft über einen Zusatzstoff, und für den gilt: Die EU hat für Xylit in Kaugummi keine eigene Angabe zugelassen, und für Hydroxylapatit in Kaugummi auch nicht. Wer auf der Packung mehr liest als die drei Sätze oben, liest entweder eine nährwertbezogene Angabe ("zuckerfrei", "mit Xylit gesüßt") oder Marketing.

Ein zweites Detail, das fast alle Packungen unterschlagen: die 20 Minuten. Die Angabe ist an eine Kaudauer gekoppelt, weil der Speichelschub mit dem Geschmack abklingt. Wer nach fünf Minuten ausspuckt, hat den größten Teil der Bedingung nicht erfüllt. Das ist kein Grund, den Kaugummi wegzulegen, sondern der Grund, ihn länger zu kauen.

Xylit: was die Cochrane-Übersicht wirklich sagt

Sechs der neun Produkte verkaufen sich über Xylit, und auf den Verpackungen klingt die Studienlage eindeutig. Die aktuellste systematische Übersicht der Cochrane Collaboration ist weniger eindeutig. Riley et al. 2015 (Cochrane Database of Systematic Reviews, CD010743, PubMed 25809586) hat 10 randomisierte Studien mit insgesamt 5.903 Teilnehmern ausgewertet. Das Hauptergebnis betrifft nicht Kaugummi, sondern Zahnpasta: Eine Fluoridzahnpasta mit 10 % Xylit könnte über 2,5 bis 3 Jahre etwa 13 % weniger Karies bringen als Fluorid allein, bei niedriger Qualität der Evidenz und mit dem Hinweis, dass beide zugrunde liegenden Studien von denselben Autoren an derselben Population stammen.

Für alle anderen Xylit-Produkte, und dazu gehören Lutschtabletten, Sirup, Tücher und die Darreichungsformen, die einem Kaugummi am nächsten kommen, schreiben die Autoren, die Evidenz sei von niedriger bis sehr niedriger Qualität und reiche nicht aus, um zu bestimmen, ob diese Produkte Karies bei Kleinkindern, älteren Kindern oder Erwachsenen verhindern. Von einer gesicherten Wirkung steht dort nichts. Was dort auch steht: Nebenwirkungen der Xylit-Produkte, wo berichtet, waren Blähungen, Krämpfe, weicher Stuhl. Das ist der Preis der Zuckeralkohole, und er gilt für alle Produkte in der Tabelle gleichermaßen.

Heißt das, Xylit im Kaugummi sei nutzlos? Nein. Es heißt, dass der belegbare Nutzen eines Xylit-Kaugummis der Nutzen eines zuckerfreien Kaugummis ist, siehe die drei EU-Angaben oben, und dass die Frage, ob Xylit gegenüber einem anderen Zuckeraustauschstoff zusätzlich etwas bringt, nach Cochrane offen ist. Wer das Thema tiefer will, samt der Frage, wie viele Stück pro Tag in den älteren finnischen Studien gekaut wurden: Das steht in Kaugummi gegen Karies: was funktioniert wirklich?, und ich wiederhole es hier nicht.

Für die Tabelle bedeutet das eine einfache Lesart der Xylit-Spalte: Ein hoher Xylit-Anteil sagt dir, dass das Produkt ohne Aspartam und Acesulfam K auskommt und dass es wahrscheinlich teurer in der Herstellung war. Er sagt dir nicht, dass es besser gegen Karies wirkt als ein Sorbit-Xylit-Gemisch aus der Drogerie. Für diese Aussage fehlt die Studie.

Hydroxylapatit im Kaugummi: zwei Studien, kein Kariesendpunkt

Drei der neun Produkte enthalten Hydroxylapatit, das Mineral, aus dem Zahnschmelz zum größten Teil besteht. Die Idee ist nachvollziehbar: Wenn Speichel ohnehin Calcium und Phosphat an den Zahn trägt, liefere das Mineral direkt mit. Für Zahnpasta mit Hydroxylapatit gibt es eine gewachsene Studienlage, die in Hydroxylapatit-Kaugummi: was er kann, was er nicht kann ausführlich steht. Für die Darreichungsform Kaugummi sieht es dünner aus, und zwar so:

Porciani et al. 2014 (Journal of Clinical Dentistry, PubMed 25122980) ist eine doppelblinde, placebokontrollierte klinische Studie. 107 Teilnehmer wurden eingeschlossen, 100 ausgewertet, je 50 pro Gruppe. Der Testkaugummi enthielt Calcium-Hydroxylapatit und Dicalciumphosphat-Dihydrat, der Placebokaugummi war identisch ohne diese Zutaten. Gekaut wurden zwei Stück dreimal täglich über zwei Wochen. Gemessen wurde Dentinhypersensibilität, also Empfindlichkeit auf Berührung, Luftstoß und kaltes Wasser, und die ging in der Testgruppe nach zwei Wochen signifikant stärker zurück als in der Placebogruppe. Karies wurde nicht gemessen. Remineralisierung wurde nicht gemessen. Das ist eine Studie zu empfindlichen Zähnen, und genau so sollte man sie lesen.

Hassani et al. 2023 (Journal of the Mechanical Behavior of Biomedical Materials, PubMed 37852085) ist eine In-situ-Studie, einfach verblindet. Die Teilnehmer trugen intraorale Apparaturen mit je sechs Schmelzproben und kauten einen Kaugummi aus Pistazienharz (Saqqez) in drei Varianten: mit 10 Gewichtsprozent pflanzlich synthetisiertem Nano-Hydroxylapatit, mit 10 Prozent kommerziellem Nano-Hydroxylapatit, oder ohne Zusatz. Der Calciumgehalt der Schmelzproben war in beiden Hydroxylapatit-Gruppen signifikant höher als in der Kontrollgruppe, am höchsten mit dem kommerziellen Material; beim Phosphorgehalt gab es keinen signifikanten Unterschied. Auch hier: keine Karies als Endpunkt, keine echten Zähne im Mund, sondern Proben in einer Apparatur, und ein Harzkaugummi, den kein Produkt in der Tabelle verwendet.

Eine systematische Übersichtsarbeit zu Hydroxylapatit speziell in Kaugummi gibt es nach meiner Recherche nicht. Das ist die ehrliche Zusammenfassung der Kategorie: ein plausibler Mechanismus, eine kleine klinische Studie mit einem anderen Endpunkt, eine Laborstudie mit Schmelzproben, und keine Studie an einem der drei Produkte, die du kaufen kannst. Daraus folgt für die Tabelle: Die Hydroxylapatit-Spalte bewertet Offenlegung, nicht Wirkung. Ob 5,7 mg pro Stück viel oder wenig sind, lässt sich gegen die 10 Gewichtsprozent von Hassani oder die Streifen von Porciani nicht direkt verrechnen, weil Partikel, Kaudauer und Darreichung verschieden sind. Die Zahl erlaubt dir nur eines: zu prüfen, ob die Marke weiß, was sie verkauft.

Wie groß das Offenlegungsproblem in der Kategorie ist, zeigt die Erhebung in Wie viel mg Hydroxylapatit steckt im Kaugummi? Wir haben 9 Marken geprüft: Von neun Hydroxylapatit-Kaugummi-Marken weltweit veröffentlichen zwei eine Dosis pro Stück. In der DACH-Tabelle hier ist es eine von drei.

Die neun Produkte im Einzelnen

Pro Produkt: was auf der Packung steht, was fehlt, und für wen es passt. Reihenfolge wie in der Tabelle.

ApaCare Gum Anti-Karies (Cumdente)

Der Kaugummi aus der Apotheke mit dem vollmundigsten Namen. 45 Stück in der Dose für 4,49 € auf apacare.de, ab sechs Dosen 3,59 €, macht rund 0,10 € pro Stück. Die Zutatenliste ist die sauberste unter den Hydroxylapatit-Kaugummis in dieser Tabelle: Xylitol (56 %), Gum Base, Glycerin, Calciumcarbonat, Aroma, Gummi arabicum, Acesulfam K, Curcuma longa und Chlorophyll (CI 75810) als Farbstoffe. Der Xylit-Anteil ist als Gewichtsprozent angegeben, das machen nur zwei der neun Produkte.

Was fehlt: Hydroxylapatit steht in der Produktbeschreibung als "Zahnschmelzmineralien", taucht in der Zutatenliste auf der Produktseite aber nicht mit einer Milligramm-Angabe auf. Wie viel Mineral ein Stück trägt, steht nirgends. Dazu kommt Acesulfam K als Süßstoff neben dem Xylit, was für Leute zählt, die genau das vermeiden wollen. Der Name "Anti-Karies" ist eine Markenbezeichnung und keine zugelassene Angabe; die drei Sätze, die ApaCare rechtlich für den Kaugummi hat, sind dieselben wie für jeden anderen zuckerfreien Kaugummi. Für wen: Wer einen günstigen Xylit-Kaugummi mit Mineralzusatz aus der Apotheke will und mit der fehlenden Dosis leben kann. Den direkten Vergleich der beiden Hydroxylapatit-Ansätze, Einwirken am Waschbecken gegen Kauen unterwegs, gibt es in ApaCare vs. Minvelle.

miradent Xylitol Chewing Gum (Hager & Werken)

Der reine Xylit-Kaugummi eines Dentalherstellers. 30 Stück für 3,59 € bei shop-apotheke.com, also 0,12 € pro Stück, in mehreren Sorten. Die Händlerseite sagt "zu 100 % mit Xylitol gesüßt", und die Zutatenliste hält das: Süßungsmittel Xylit, Kaumasse, Aroma, Gummi arabicum, Glycerin, Sojalecithin, Calciumcarbonat, Carnaubawachs. Kein Aspartam, kein Acesulfam K, kein Sorbit. Kein Hydroxylapatit, und das behauptet miradent auch nicht.

Was fehlt: die Menge Xylit pro Stück. "100 % des Süßungsmittels" sagt dir, dass nichts anderes süßt, aber nicht, wie viel Xylit im Stück steckt; die Händlerseite nennt dazu keine Zahl. Wer die Gramm braucht, muss den Hersteller fragen. Für wen: Wer einen reinen Xylit-Kaugummi ohne synthetische Süßstoffe will, in einer Dose, die in jeder Apotheke bestellbar ist. Für Sojaallergiker: Das Lecithin ist laut Händlerseite Sojalecithin.

Birkengold Xylit-Kaugummi

Der Kaugummi im 12er-Blister. 12 Stück im Blister für 1,89 € auf birkengold.com, und das ist die Falle: Der kleine Preis ergibt 0,16 € pro Stück, der höchste Stückpreis unter den reinen Xylit-Kaugummis in der Tabelle. Die Produktseite wirbt mit 100 % europäischem Xylit aus Birken- und Buchenrinde, zuckerfrei, ohne Aspartam, vegan, nur natürliche Aromen. Allergenhinweis: enthält Soja.

Was fehlt: der Xylit-Anteil am Kaugummi. "100 % europäisches Xylit" beschreibt die Herkunft des Süßungsmittels, nicht seinen Anteil am Stück; eine Prozent- oder Gramm-Angabe steht auf der Produktseite nicht. Kein Hydroxylapatit. Für wen: Wer Wert auf die Rohstoffherkunft legt und kleine Packungen will. Wer pro Stück rechnet, fährt mit miradent oder Xucker günstiger.

Xucker Xylit-Kaugummis

Der Versandhändler-Kaugummi mit der klarsten Zahl. Die 100-g-Dose Spearmint kostet 4,99 € auf xucker.de, das 700-g-Set (Dose plus Nachfüllbeutel) 25,79 €. Die Zutatenliste beginnt mit "Süßungsmittel: 74,5 % Xylit", das ist der höchste ausgewiesene Xylit-Anteil im Vergleich, und der Hersteller nennt zusätzlich rund 1 g Xylit pro Stück. Ohne Aspartam, Sucralose und Acesulfam K, vegan. Enthält Soja.

Was fehlt: die Stückzahl pro Dose. Die Seite rechnet in Kilogramm, nicht in Stück, deshalb gibt es in der Tabelle keinen Stückpreis, und ich rechne aus "rund 1 g Xylit" und "74,5 %" auch keinen zurück, weil das eine Schätzung wäre. Kein Hydroxylapatit. Für wen: Wer viel Xylit-Kaugummi kaut, die Gramm wissen will und keine Apotheke braucht. Das 700-g-Set ist mit 3,68 € pro 100 g das günstigste reine Xylit-Format in der Tabelle, wenn man in Gewicht rechnet.

Extra Professional White (Wrigley)

Der Drogerie-Standard. 50 Stück für 3,45 € bei dm, 10 Stück für 1,25 €, also 0,07 € pro Stück in der großen Packung, der niedrigste Stückpreis im Vergleich. Zuckerfrei, gesüßt mit Xylit und Sorbit, dazu Aspartam und Acesulfam K. In der Zutatenliste stehen außerdem der Farbstoff E133, das Antioxidationsmittel BHA und Sojalecithin.

Was fehlt: die Anteile. Wie viel Xylit und wie viel Sorbit im Stück stecken, steht nicht auf der Packung. Kein Hydroxylapatit. Das "White" im Namen ist keine der drei zugelassenen Angaben. Für wen: Wer nach dem Mittagessen 20 Minuten zuckerfrei kauen will, um die EU-Angabe zur Zahnmineralisierung zu erfüllen, und wem Aspartam und BHA egal sind, bekommt das hier für 7 Cent. Nüchtern betrachtet ist das die Referenz, gegen die jedes teurere Produkt seinen Aufpreis begründen muss.

Orbit Professional (Wrigley)

Das Pendant für Österreich, bei Bipa und Mpreis gelistet, in 42-g-Packungen. Eine Variante führt laut Etikettenabschrift auf codecheck.info 26 % Xylit als führendes Süßungsmittel, die anderen Sorten weichen ab. Zuckerfrei, kein Hydroxylapatit.

Was fehlt: Ich habe für Orbit Professional am 23. August weder einen Händlerpreis noch die vollständige Zutatenliste von einer Primärquelle abgelesen, deshalb stehen in der Tabelle "nicht geprüft" statt Zahlen. Die 26 % stammen aus einer Etikettenabschrift Dritter, also mit Vorbehalt. Für wen: die Drogerie-Option in Österreich, wenn Extra nicht im Regal steht. Lies die Packung, die Sorten unterscheiden sich.

Mentos Pure Fresh Mint (Perfetti Van Melle)

35 Stück (70 g) für 2,95 € bei dm, 0,08 € pro Stück. Zuckerfrei, und Mentos nennt immerhin eine Zahl: Xylitol macht 32 % der Süßungsmittel aus. Das ist ein Anteil an den Süßungsmitteln, nicht am Kaugummi, und die restlichen 68 % teilen sich Sorbit, Aspartam und Acesulfam K. In der Zutatenliste stehen außerdem Sojalecithin und das Antioxidationsmittel E321 (BHT).

Was fehlt: Hydroxylapatit, und eine Angabe in Gramm. Für wen: das Drogerieprodukt mit der besseren Offenlegung als Extra, zu fast demselben Preis. Wer die Süßstoffliste liest und damit leben kann, bekommt hier den günstigsten Kaugummi, der zumindest einen Xylit-Wert nennt.

Dentagum

Der US-Kaugummi, der in DACH nur über Amazon.de zu bekommen ist, 60 Stück pro Packung, Preis schwankend und deshalb hier nicht gedruckt. Zuckerfrei, gesüßt mit Xylit und Erythrit, dazu Nano-Hydroxylapatit und eine ungewöhnlich lange Liste botanischer Zutaten: Mastixharz, Aktivkohle, Propolis, Kokosöl, Chicle, Eierschalenpulver, Calcium-Bentonit. Die Eierschalen-Geschichte ist das Marketing, und warum Eierschalenpulver chemisch Calciumcarbonat ist und nicht das Mineral deines Zahnschmelzes, steht in unserem Dentagum-Test 2026.

Was fehlt: beide Zahlen. Weder die Xylit-Menge noch die Hydroxylapatit-Dosis pro Stück sind angegeben. Für wen: Wer einen Nano-Hydroxylapatit-Kaugummi mit Erythrit statt synthetischer Süßstoffe will und das Amazon-Listing samt Import in Kauf nimmt. Vor dem Kauf die Zutatenliste auf dem Listing mit der auf der Packung vergleichen.

Minvelle

Der Kaugummi, den ich verkaufe, also lies diesen Absatz am kritischsten. 18 Stück pro Box für 24,99 € auf minvelle.com, dazu 3,99 € Versand unter 29 € Bestellwert, das ergibt 1,39 € pro Stück. Im Abo kommen 2 Boxen alle 4 Wochen für 29,99 €, also 15,00 € pro Box und 0,83 € pro Stück. Zuckerfrei, gesüßt mit Xylit und Erythrit, mit 5,7 mg Nano-Hydroxylapatit pro Stück, und diese Zahl steht auf der Produktseite, in der Datenbank und im Chargen-Zertifikat. Dazu Mastixharz und Eierschalenkalzium, beides in der Zutatenliste offengelegt.

Was fehlt: der Xylit-Anteil. Minvelle veröffentlicht die Hydroxylapatit-Dosis, aber keinen Prozent- oder Gramm-Wert für Xylit, und nach dem Maßstab dieses Artikels ist das eine Lücke, die in der Tabelle auch so steht. Und der Preis: Ein Minvelle Stück kostet so viel wie 20 Stück Extra. Das ist nur dann keine absurde Rechnung, wenn du die Anwendung mitrechnest. Minvelle ist als ein Stück pro Tag gedacht, nach dem Kaffee oder dem Mittagessen, eine Box reicht 18 Tage. Ein Drogeriekaugummi ist als mehrere Stück pro Tag gedacht. Pro Tag gerechnet liegt der Abstand bei rund 1,39 € gegen 0,21 bis 0,35 € für drei bis fünf Stück Extra. Ob dir der Unterschied die veröffentlichte Mineraldosis wert ist, kannst du nur selbst entscheiden, und eine Kariesstudie am fertigen Produkt, die dir die Entscheidung abnimmt, gibt es auch bei Minvelle nicht. Für wen: Wer einen zuckerfreien Kaugummi mit Nano-Hydroxylapatit will, dessen Dosis nachprüfbar ist, und einmal am Tag kaut statt ständig.

Drogerie, Apotheke oder online: wo du welchen Kaugummi bekommst

Die Suchanfragen zu diesem Thema sind erstaunlich konkret: Zahnpflegekaugummi bei dm, bei Rossmann, in der Apotheke. Die Antwort hängt davon ab, welche der drei Produktklassen du willst.

Drogerie (dm, Rossmann, Bipa, Müller): Hier stehen die Massenmarken, Extra Professional White, Orbit Professional, Mentos Pure Fresh, dazu Eigenmarken. Alle zuckerfrei, alle mit Xylit als einem von mehreren Süßungsmitteln, fast alle mit Aspartam und Acesulfam K, keines mit Hydroxylapatit. Preis 0,07 bis 0,08 € pro Stück. Die dm-Preise in der Tabelle habe ich am 23. August 2026 auf dm.de abgelesen; Rossmann führt dieselben Marken, die Preise dort habe ich nicht geprüft. Einen Hydroxylapatit-Kaugummi wirst du im Drogerieregal derzeit nicht finden, egal was die Suchmaschine vorschlägt. Das gilt auch für den viel beworbenen Baumkau: Baumkau bei dm gibt es nicht, weder in Deutschland noch in Österreich; die Marke verkauft nach eigener Angabe ausschließlich über den eigenen Onlineshop.

Apotheke und Apothekenversand (shop-apotheke, apotal, onlineapo): Hier bekommst du die reinen Xylit-Kaugummis (miradent) und ApaCare mit Hydroxylapatit. Preis 0,10 bis 0,12 € pro Stück. Der Aufpreis gegenüber der Drogerie kauft dir vor allem die Abwesenheit synthetischer Süßstoffe und bei ApaCare den Mineralzusatz ohne Dosisangabe.

Online (Herstellershops, Amazon): Birkengold, Xucker, Dentagum und Minvelle habe ich nur online geprüft. Hier ist die Spanne am größten, 0,16 € pro Stück bei Birkengold bis 1,39 € bei Minvelle, und hier stehen die beiden Nano-Hydroxylapatit-Kaugummis mit der Frage, die dieser Artikel beantworten soll: Welcher sagt dir, wie viel drin ist? Einer.

Eine Regel für alle drei Kanäle: Das Wort "Zahnpflege" auf der Packung kostet nichts und ist nicht geschützt. Die drei Angaben, die ein Kaugummi tragen darf, hängen nur an "zuckerfrei". Alles darüber hinaus prüfst du an der Zutatenliste, nicht am Namen.

Preis pro Stück gegen Preis pro Tag: die Rechnung, die die Packung nicht macht

Der Stückpreis in der Tabelle ist die ehrlichste Zahl, aber er vergleicht zwei verschiedene Gewohnheiten. Ein Drogeriekaugummi wird als Genussmittel verkauft und nach jeder Mahlzeit gekaut, drei bis fünf Stück am Tag sind üblich. Ein dosierter Hydroxylapatit-Kaugummi wird als ein Stück pro Tag verkauft. Rechnet man beides auf den Tag um, sieht die Tabelle so aus:

Gewohnheit
Stück pro Tag
Preis pro Tag
Preis pro 30 Tage
Extra Professional White (dm, 0,07 €)
3 bis 5
0,21 bis 0,35 €
6,30 bis 10,50 €
miradent (shop-apotheke, 0,12 €)
3 bis 5
0,36 bis 0,60 €
10,80 bis 18,00 €
ApaCare (apacare.de, 0,10 €)
3 bis 5
0,30 bis 0,50 €
9,00 bis 15,00 €
Minvelle Einzelbox (1,39 €)
1
1,39 €
41,65 €
Minvelle Abo (0,83 €)
1
0,83 €
25,00 €

Eigene Rechnung aus den ungerundeten Stückpreisen der Haupttabelle; 30 Tage als Monat gesetzt. Die Spanne 3 bis 5 Stück ist eine Annahme über die Gewohnheit, keine Herstellerangabe.

Die Rechnung zeigt zwei Dinge. Erstens: Auch im Abo kostet Minvelle im Monat mehr als drei bis fünf Drogeriekaugummis am Tag, 25,00 € gegen 6,30 bis 10,50 €. Zweitens: Wer drei bis fünf Stück täglich kaut, um nach jeder Mahlzeit die 20 Minuten zu erfüllen, ist mit einem reinen Xylit-Kaugummi aus der Apotheke für 11 bis 18 € im Monat dabei, und das ist die Gewohnheit, die die EU-Angaben tatsächlich abbilden. Die beiden Produkte beantworten verschiedene Fragen: Der eine liefert Speichel nach jeder Mahlzeit, der andere liefert einmal täglich eine definierte Mineraldosis. Wer beides will, kombiniert, und das ist teurer als jede Einzeloption.

Die Packung in 60 Sekunden lesen: die Checkliste

1. Steht "zuckerfrei" drauf, und stimmt die Zutatenliste?

Zuckerfrei heißt höchstens 0,5 g Zucker pro 100 g. Glukosesirup, Saccharose oder Dextrose in der Zutatenliste disqualifizieren das Produkt für alle drei EU-Angaben, egal wie viel Xylit daneben steht.

2. Welche Süßungsmittel, in welcher Reihenfolge?

Zutaten stehen nach Gewicht absteigend. Steht Xylit an erster Stelle, ist es das Hauptsüßungsmittel. Steht Sorbit zuerst und Xylit an vierter Stelle, ist "mit Xylit" eine Randnotiz. Aspartam und Acesulfam K sind kein Sicherheitsproblem in den Mengen, aber ein Hinweis darauf, dass der Xylit-Anteil klein ist.

3. Gibt es eine Zahl zum Xylit?

Gewichtsprozent (ApaCare 56 %, Xucker 74,5 %) oder Gramm pro Stück sind prüfbar. "Anteil an den Süßungsmitteln" (Mentos 32 %) ist weniger wert, weil er die Gesamtmenge verschweigt. "100 % Xylit" ohne Zahl ist eine Aussage über die Reinheit, nicht über die Menge.

4. Hydroxylapatit: mit oder ohne Milligramm?

"Enthält Hydroxylapatit" ist eine Kategorie, keine Dosis. Such auf der Produktseite nach "mg". Findest du nichts, weißt du nicht, was du kaufst, und die Marke will es dir offenbar nicht sagen.

5. Steht die Kaudauer drauf?

Die EU-Angaben gelten ab 20 Minuten Kauen nach dem Essen. Eine Packung, die das sagt, hält sich an die Bedingung. Eine, die "nach jeder Mahlzeit" schreibt, ohne die Minuten, lässt die wichtigste Zeile weg.

6. Der Preis pro Stück, nicht pro Packung.

Teile den Preis durch die Stückzahl. Ist die Stückzahl nicht angegeben, rechne in Gramm oder lass es, aber schätze nicht. Bei 12er-Blistern und 700-g-Sets liegen Faktor zwei im Stückpreis zwischen Produkten, die sich auf der Packung gleich lesen.

Wer die Packungen einmal so gelesen hat, braucht keinen Testsieger mehr. Die Typen von Zahnpflegekaugummi, Xylit, Hydroxylapatit, Whitening und Kaugummi mit Zusätzen, und was für jeden Typ belegt ist, stehen im großen Überblick Zahnpflegekaugummi: welche Wirkung ist wirklich belegt?. Dieser Artikel hier ist die Tabelle dazu.

Glossar

Zuckerfrei

Nährwertbezogene Angabe nach Verordnung (EG) Nr. 1924/2006: höchstens 0,5 g Zucker pro 100 g oder 100 ml. Voraussetzung für alle drei zugelassenen Kaugummi-Angaben.

Gesundheitsbezogene Angabe (Health Claim)

Ein Satz über die Wirkung eines Lebensmittels, der in der EU nur verwendet werden darf, wenn er in der Liste der Verordnung (EU) Nr. 432/2012 steht, mit den dort genannten Bedingungen.

Xylit (Xylitol)

Zuckeralkohol mit der Süßkraft von Zucker, der von Kariesbakterien nicht zu Säure verstoffwechselt wird. Als Zuckeraustauschstoff in der EU zugelassen; eine eigene Kaugummi-Angabe für Xylit gibt es nicht.

Hydroxylapatit (HAp)

Calciumphosphat-Mineral, aus dem Zahnschmelz zum größten Teil besteht. Als Zusatz in Zahnpasta gut untersucht, als Zusatz in Kaugummi mit zwei Studien ohne Kariesendpunkt.

Nano-Hydroxylapatit (nHAp)

Hydroxylapatit in Partikeln unter 100 Nanometern. Milligramm-Angaben von Nano- und Nicht-Nano-Material sind nicht direkt vergleichbar, weil die Oberfläche pro Milligramm stark abweicht.

Stimulierter Speichel

Speichel, der beim Kauen fließt: mehr Volumen, mehr Bikarbonat, mehr Calcium und Phosphat als Ruhespeichel. Der Mechanismus hinter allen drei EU-Angaben für zuckerfreien Kaugummi.

Dentinhypersensibilität

Schmerzempfindlichkeit freiliegender Zahnhälse auf Kälte, Luft oder Berührung. Der Endpunkt der klinischen Hydroxylapatit-Kaugummi-Studie von Porciani 2014, nicht Karies.

Häufige Fragen

Sind Zahnpflegekaugummis sinnvoll?

Als Ergänzung nach dem Essen: ja, sofern der Kaugummi zuckerfrei ist. Die EU erlaubt für zuckerfreien Kaugummi die Angabe, dass er zur Erhaltung der Zahnmineralisierung beiträgt, unter der Bedingung, dass mindestens 20 Minuten nach dem Essen oder Trinken gekaut wird. Der Nutzen kommt über den Speichel, den das Kauen anregt. Was darüber hinaus ein bestimmter Zusatz wie Xylit oder Hydroxylapatit bringt, ist deutlich dünner belegt, als die Packungen vermuten lassen.

Was sind die besten Zahnpflegekaugummis?

Eine Rangliste nach Wirkung kann niemand ehrlich aufstellen, weil für keines der drei Hydroxylapatit-Produkte eine Kariesstudie am fertigen Kaugummi vorliegt und die Cochrane-Übersicht die Evidenz für Xylit-Kaugummi als unzureichend einstuft. Was sich vergleichen lässt, sind die Packungen: Alle neun sind zuckerfrei. Einen Xylit-Anteil als Gewichtsanteil nennen zwei (ApaCare 56 Prozent, Xucker 74,5 Prozent). Hydroxylapatit enthalten drei (ApaCare, Dentagum, Minvelle), eine Milligramm-Angabe pro Stück macht davon nur Minvelle mit 5,7 mg. Der beste Kaugummi für dich ist der, dessen Zahlen du prüfen kannst und den du nach dem Essen tatsächlich kaust.

Welchen Kaugummi empfehlen Zahnärzte?

Eine Markenempfehlung, die sich mit Namen und Quelle belegen lässt, gibt es in dieser Recherche nicht, und ohne einen namentlich genannten Zahnarzt schreibe ich auch keine hin. Was sich belegen lässt: Die in der EU zugelassenen Angaben für Kaugummi gelten ausschließlich für zuckerfreie Produkte und knüpfen die Wirkung an 20 Minuten Kauen nach dem Essen. Zuckerfrei, nach dem Essen, als Ergänzung zum Putzen: Das ist die Empfehlung, die sich aus den Regeln ableiten lässt. Für deine Situation fragst du am besten deine eigene Zahnärztin oder deinen Zahnarzt.

Kann Kaugummikauen Zähneputzen ersetzen?

Nein. Kaugummi entfernt keinen Zahnbelag aus den Zahnzwischenräumen und vom Zahnfleischrand, und er liefert kein Fluorid. Das Kauen regt für etwa 20 Minuten den Speichelfluss an, der Säuren puffert und Calcium sowie Phosphat an die Zahnoberfläche bringt. Das ist nützlich nach einer Mahlzeit, an die keine Zahnbürste herankommt. Es ist kein Ersatz für zweimal täglich Putzen mit Fluoridzahnpasta und die Reinigung der Zwischenräume. Jede seriöse Packung sagt genau das im Kleingedruckten.

Zahnpflegekaugummi bei dm, Rossmann oder in der Apotheke: wo ist der Unterschied?

Im Drogerieregal (dm, Rossmann, Bipa) stehen die Massenmarken mit Xylit als einem von mehreren Süßungsmitteln, meist mit Aspartam und Acesulfam K, für 0,07 bis 0,08 Euro pro Stück. Apotheken und Apothekenversender führen die reinen Xylit-Kaugummis (miradent) und ApaCare mit Hydroxylapatit für 0,10 bis 0,12 Euro pro Stück. Kaugummis mit Nano-Hydroxylapatit und veröffentlichter Dosis gibt es in DACH derzeit nur online, zu einem Vielfachen des Preises, und für eine andere Anwendung: ein Stück pro Tag statt mehrere.

Hinweis

Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keinen Zahnarztbesuch. Sprich mit deinem Zahnarzt oder deiner Zahnärztin, bevor du deine Mundpflege umstellst, besonders bei bestehender Karies, freiliegenden Zahnhälsen oder Mundtrockenheit durch Medikamente. Eigene Recherche an den verlinkten Primärquellen ist ausdrücklich erwünscht.

Die eine Zeile in der Tabelle mit Milligramm

5,7 mg Nano-Hydroxylapatit pro Stück. Veröffentlicht, damit du es prüfen kannst.

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Über den Autor
Max, Gründer von Minvelle

Max hat Minvelle gegründet, weil die Kaugummi-Packungen, die er las, keine Zahlen nannten. Er pflegt die Hydroxylapatit-Kaugummi-Datenbank, in der jede Angabe datiert belegt ist, und schreibt die Artikel hier selbst. Er ist kein Zahnarzt. Wenn in diesem Artikel eine Zahl falsch ist, schreib an die auf der Datenbank-Seite genannte Adresse; Korrekturen werden binnen 48 Stunden eingepflegt.

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